Bioprodukte: Bundesbürger weichen auf Aldi und Co. aus
Das Geld wird knapp, die Käufer halten sich zurück, und das merken vor allem die Hersteller von Bioprodukten: Die deutschen Konsumenten kaufen weniger Ökolebensmittel - und wenn, dann im Discounter.
Bonn - Das Interesse der Bundesbürger an Bio-Produkten ist 2008 spürbar gesunken: Nur noch 70 Prozent der Verbraucher greifen gelegentlich oder häufig zu Biowaren. Das geht aus einer am Montag von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung veröffentlichten repräsentativen Umfrage hervor. Im vergangenen Jahr waren es noch 77 Prozent.
Schilder des Bio-Supermarktes Basic: Kunden greifen zu günstigeren Produkten
Das sechseckige Bio-Siegel gebe vielen Verbrauchern die Gewissheit, "auch in Discountern sorgfältig geprüfte Bio-Produkte erwerben zu können", sagte Elmar Seck von der Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
Wichtigste Bezugsquelle für Bioprodukte sind für die Verbraucher der Untersuchung zufolge allerdings nach wie vor die klassischen Supermärkte, wo 77 Prozent der Kunden einkaufen. Dagegen sank der Anteil derjenigen, die in Bio- und Naturkostläden, in Biosupermärkten oder Reformhäusern ihren Bedarf decken, deutlich.
Am häufigsten werden Eier, Obst, Gemüse und Milchprodukte aus biologischem Anbau gekauft. Die wichtigsten Gründe für die Konsumenten sind dabei die Förderung einer artgerechten Tierhaltung und die Vermeidung von Pflanzenschutzmittelrückständen.
Für die Studie waren vom Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums Ende Oktober insgesamt 1002 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt worden.
sam/AP
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