Börsengang: OpenBC-Aktien gehen für 30 Euro an den Start

Die Aktien der Internetplattform OpenBC sind heute mit einem Kurs von 30 Euro an der Börse gestartet. Damit notiert das Papier am unteren Rand der Preisspanne. Das Unternehmen nimmt dadurch rund 35,7 Millionen Euro ein.

Frankfurt am Main - Die Aktien der Internetfirma OpenBC Chart zeigenerschienen mit einem Kurs von 30 Euro erstmals auf dem Kurszettel des stark regulierten Börsensegments Prime Standard. Die Gesellschaft hatte 2,5 Millionen Titel am unteren Ende der von 30 bis 38 Euro reichenden Angebotsspanne ausgegeben. Damit ergibt sich ein Emissionsvolumen von 75 Millionen Euro. Rund die Hälfte dieses Geldes fließt in die Firmenkasse.

OpenBC-Vorstandschef Hinrichs: Mehrere Übernahmeangebote für das Unternehmen

OpenBC-Vorstandschef Hinrichs: Mehrere Übernahmeangebote für das Unternehmen

Nach voller Ausübung der Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) beträgt der Streubesitz nach der Emission, die von Lehman Brothers und der Deutschen Bank begleitet wird, rund 48 Prozent.

Die ambitionierten Pläne des OpenBC-Vorstandsvorsitzenden Lars Hinrichs klingen verlockend: Seiner Ansicht nach könnte das Unternehmen künftig weit über 200 Millionen Euro wert sein. Zum Vergleich: Der Umsatz des Online-Netzwerks für Geschäftskontakte betrug im vergangenen Geschäftsjahr gerade einmal knapp sechs Millionen Euro. Die Konsortialbanken sehen keine Probleme: "So hoch wie gestern der Umsatz, wird morgen bereits der Gewinn ausfallen", sagen sie mit Blick auf ein operatives Ergebnis, das sie für 2007 bei etwa sechs Millionen Euro erwarten.

Im Unterschied zu vielen anderen Web-2.0-Unternehmen verdient OpenBC unterm Strich Geld, wenn auch erst seit kurzem. Die Internet-Kontaktbörse finanziert sich über Kundenabonnements und schrieb den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal bei einem Umsatz von 2,7 Millionen Euro erstmals schwarze Zahlen. Eine kostenpflichtige Premiummitgliedschaft zusätzlich zum kostenlosen Basisangebot ist die Einnahmequelle. Eine stark wachsende Zahl von Mitgliedern - mehr als 1,5 Millionen Männer und Frauen haben sich seit der Gründung 2003 registriert - stimmen OpenBC zuversichtlich.

Nach Angaben von Hinrichs hat es bereits mehrere Übernahmeangebote für OpenBC gegeben. Auslöser des Interesses war nicht zuletzt die milliardenschwere Übernahme der Videoplattform YouTube durch den Suchmaschinenbetreiber Google Anfang Oktober. So kaufte sich die Sendergruppe ProSiebenSat.1 bereits bei der deutschen YouTube-Version Myvideo.de ein. Auch der Internetkonzern AOL hat Interesse an Zukäufen. Kein Wunder: Der Online-Werbemarkt wird 2006 nach Berechnungen der Branche um 59 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro wachsen - nach einem Plus von 87 Prozent im Jahr 2005.

kaz/Reuters/dpa-AFX

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