Burger King vs. McDonald's Den USA droht der Burger-Krieg

Der Fastfood-Riese Burger King will Erzfeind McDonald's mit den eigenen Waffen schlagen: Einem Doppel-Cheeseburger für einen Dollar. Das Burger-King-Modell soll aber größer sein als das des Konkurrenten. Den USA droht ein Burger-Krieg - der die Unternehmen Unsummen kosten könnte.


Hamburg – Burger King rüstet sich zum Frontalangriff. Der Gegner: die Fastfood-Nummer eins McDonald's. Die Waffe: ein Doppelcheeseburger für einen Dollar, der 30 Prozent größer sein soll als das Modell, das McDonald's zum gleichen Preis anbietet. Über den nahenden Cheeseburger-Krieg berichtet das "Wall Street Journal". Burger King wollte sich zu dem Bericht zunächst nicht äußern.

Whopper von Burger King: Schon 2000 und 2003 starteten die US-Fastfoodriesen Preiskämpfe
REUTERS

Whopper von Burger King: Schon 2000 und 2003 starteten die US-Fastfoodriesen Preiskämpfe

Das billige Superfleischsandwich bei McDonald's ist, wie man in der Marketing-Abteilung von Burger King offenbar festgestellt hat, "die mächtigste Waffe unseres Gegners". So zumindest steht es in einer E-Mail des Burger-King-Marketing-Chefs an die Mitarbeiter und Franchise-Nehmer. Der eigene Ein-Dollar-Burger werde aber zunächst nur einen Testlauf in drei Filialen der USA machen. Eine Entscheidung, ob das Angebot auch US-weit gestartet wird, sei noch nicht gefallen, heißt es in der E-Mail weiter.

Ein Burger-Krieg ist eine gefährliche Sache – das weiß man auch bei Burger King. Schon in den Jahren 2000 und 2003 hätten die US-Fastfood-Riesen mit Preiskämpfen im Burger-Segment Unsummen verloren, heißt es in dem Bericht weiter. Doch der McDonald's Konkurrent sehe derzeit offenbar keine andere Möglichkeit, sich im Wettbewerb zu behaupten, als erneut einen Preiskampf anzuzetteln. Im Preis-Leistungs-Vergleich mit McDonald's und dem dritten Fastfood-Riesen des Landes, Wendy's International, liege Burger King weit ihm Hintertreffen.

ase/Reuters



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