CargoLifter: Trageballon bringt Geld für die Portokasse

Wegen ihrer Finanzprobleme hat CargoLifter den Starttermin für den ersten Testflug des Lastenluftschiffs CL 160 verschoben. Immerhin aber konnte der Luftschiffbauer schon einen kleineren Trageballon an den Mann bringen.

Entwickelt sich zur Cashcow im Konzern: AirCrane CL75
DPA

Entwickelt sich zur Cashcow im Konzern: AirCrane CL75

Brand - Das Flaggschiff des Unternehmens soll nun erst Ende 2004 fertig gestellt werden, ein Jahr später als geplant. Der erste Testflug soll dann im Frühjahr 2005 stattfinden, sagte Vorstandschef Carl von Gablenz am Samstag vor der Jahreshauptversammlung des Unternehmens in Brand bei Cottbus. Die Serienfertigung soll im Jahr 2005/2006 anlaufen.

Von der Hauptversammlung will sich CargoLifter eine Kapitalerhöhung und die Ausgabe von weiteren Wandelanleihen genehmigen lassen. Außerdem hat CargoLifter ein Bundesdarlehen von 300 Millionen Euro beantragt.

Gablenz kündigte an, dass für das gesamte Projekt mit Kostensteigerungen von etwa 22 Prozent auf dann 720 Millionen Euro zu rechnen sei. Die Unternehmensberatung Roland Berger geht sogar von Kosten bis zu 880 Millionen Euro aus. CargoLifter verfügt bislang über 300 Millionen Euro. Das Luftschiff soll Lasten von bis zu 160 Tonnen Gewicht - etwa Triebwerke oder Brückenteile - transportieren können.

Unterdessen konnte Gablenz wenigstens mit einer positiven Nachricht aufwarten. Die kanadische Heavy Lift Inc. wolle mit dem 9,7 Millionen US-Dollar teuren Ballon vom Typ CL 75 Air Crane Anlagen für die Ölförderung über die Eisstraßen Nordkanadas bewegen, kündigte er an. CargoLifter werde sich mit 20 Prozent an der gerade gegründeten Heavy Lift beteiligen. Außerdem habe das kanadische Logistikunternehmen eine Option auf 25 weitere Air Cranes, erklärt der Luftschiffbauer.

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