Freihandelszonen China lockert Auflagen für ausländische Investoren

Zuletzt wuchs Chinas Wirtschaft so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr. Um das Wachstum anzukurbeln, will die Regierung Kapital aus Übersee anlocken.

Finanzdistrikt in Shanghai
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Finanzdistrikt in Shanghai


Die chinesische Regierung will Investitionen ausländischer Firmen in den Freihandelszonen des Landes erleichtern. Demnach wird das eher schwerfällige Genehmigungsverfahren vorübergehend durch ein Registrierungssystem ersetzt. Dies ermögliche die Gründung ausländischer Firmen oder Gemeinschaftsunternehmen in den Freihandelszonen.

Zudem sollen größere Zusammenschlüsse und Übernahmen mit Beteiligung ausländischer Firmen erleichtert werden. Die Behörden wollen ferner für einige Zeit Auflagen lockern, wonach ausländische Investoren keine Mehrheit an chinesischen Stahlwerken übernehmen dürfen, wie die Regierung auf ihrer Internetseite mitteilte.

"Dies ist ein weiterer Schritt in Chinas Reformen, den heimischen Markt zu öffnen und die Entwicklung der Freihandelszonen zu unterstützen", sagte Liao Qun, Chefvolkswirt für China bei der Citic Bank International in Hongkong. Die Maßnahmen dürften helfen, Kapitalabflüsse zu bremsen und Investoren zu ermutigen, in China zu investieren.

Die chinesische Wirtschaft war 2015 so langsam gewachsen wie seit einem Vierteljahrhundert nicht. Zuletzt schwächelten vor allem die privaten Investitionen. Die Regierung in Peking hatte angekündigt, über verschiedene Maßnahmen Ausgaben der Unternehmen anzukurbeln.

asa/Reuters



insgesamt 11 Beiträge
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HeisseLuft 19.07.2016
1. Ob da
... nicht eher die Motivation zu suchen ist demnächst als Marktwirtschaft auch von der EU anerkannt zu werden? Damit nicht mehr so leicht Anti-Dumping-Maßnahmen ergriffen werden können?
CommonSense2006 19.07.2016
2. Komiker
Wer will denn Anteile an chinesischen Stahlwerken erwerben? Ich glaube, internationale Investoren würden eher Prokon-Genussrechte kaufen als sich für völlig überdimensinierte, überschuldete chinesische Stahlwerke zu interessieren. Der Rest klingt ganz interessant.
ghanima23 19.07.2016
3.
@CommonSense Hängt das nicht davon ab, wer die Schulden der staatlichen Stahlriesen übernimmt?
heldheiko 19.07.2016
4. gusto der politik
china ist doch eher eine planwirtschaft als marktorientiert. also lasst die zölle und andere schutzmaßnahmen da, wo sie sind. wenn die KP befiehlt, springen 1,6 milliarden menschen (oder wieviele das jetzt auch sind)
CommonSense2006 19.07.2016
5.
Zitat von ghanima23@CommonSense Hängt das nicht davon ab, wer die Schulden der staatlichen Stahlriesen übernimmt?
it natürlich auch eine Frage, aber als Investor würde ich mich natürich zuerst fragen, woher die Schulden denn kommen? Und es liegt an den Überkapazitäten, der relativ einfachen Qualität und der Ineffizienz der Stahlwerke. Wenn der Staat die Schulden übernähme, würden damit die strukturellen Probleme ja auch nicht beseitigt.
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