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DaimlerChrysler: Städte rechnen mit Steuer-Ausfall

Die Steuerberater von DaimlerChrysler sind ihr Geld offenkundig wert: Einem Zeitungsbericht zufolge wird der Industrieriese in diesem Jahr trotz eines Milliarden-Ergebnisses keine Gewerbesteuer zahlen. Für die Region Stuttgart eine Belastung - zugleich baut Daimler Stellen ab.

Stuttgart - Aus den am stärksten betroffenen Städten Stuttgart, Sindelfingen (Kreis Böblingen) und Esslingen gebe es Signale, wonach vom größten Konzern der Region keine Gewerbesteuerzahlungen zu erwarten seien, schreiben die "Stuttgarter Nachrichten".

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Offiziell sind die Kommunen durch das Steuergeheimnis zum Stillschweigen verpflichtet. Der Autokonzern wollte die Meldung nicht bestätigen. "Zu diesem Thema äußern wir uns nicht", sagte Unternehmenssprecher Thomas Fröhlich.

DaimlerChrysler Chart zeigen erwartet für 2006 zwar einen operativen Gewinn von über sechs Milliarden Euro. Dem stehen jedoch erhebliche finanzielle Belastungen durch den laufenden Personalabbau, den Produktionsstopp für den Smart Forfour sowie Einmaleffekte bei Mercedes-Benz gegenüber. DaimlerChrysler hat mit hohen Abfindungsangeboten seit Ende vergangenen Jahres insbesondere zahlreiche ältere Mitarbeiter dazu bewegt, den Konzern zu verlassen.

"Dass der Konzern angesichts dieser Lage keine Gewerbesteuer zahlt, überrascht uns nicht", heißt es in einer der betroffenen Städte.

itz/dpa-AFX

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