Debatte über Euro-Zukunft Sollen wir Griechenland pleitegehen lassen?

Griechenland ist das größte Sorgenkind Europas. Nun könnte der überschuldete Staat endgültig vor dem finanziellen Aus stehen. Aber ist eine Pleite des Landes überhaupt die beste Lösung? Spitzenpolitiker und Top-Ökonomen beantworten die wichtigste Frage der Euro-Krise.


Parthenon in Athen: Griechenland könnte die gesamte Euro-Zone in den Abgrund reißen
AP

Parthenon in Athen: Griechenland könnte die gesamte Euro-Zone in den Abgrund reißen

Hamburg - Erst eins, dann zwei - und bald schon drei? Die Frage, wie viele Rettungspakete Griechenland noch braucht, lässt sich nicht klar beantworten. Das nährt Zweifel daran, ob dem überschuldeten Staat überhaupt noch zu helfen ist. Viele Abgeordnete aus Union und FDP hadern mit dem Rettungskurs der Kanzlerin - und die unsichere Lage in der europäischen Währungsunion nährt bei den verzweifelten Liberalen sogar die Hoffnung, aus einer Debatte über eine mögliche Pleite Griechenlands politischen Profit schlagen zu können.

Derzeit prüfen Vertreter von Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission, ob Griechenland den Sparanforderungen der Geldgeber genügt. Senkt die strenge Troika den Daumen, werden die nächsten Finanzhilfen nicht ausgezahlt. Der Staat könnte seine Schulden nicht mehr bedienen. Er wäre insolvent.

Denkbar sind für diesen vor kurzem noch undenkbaren Fall zwei Szenarien: Im ersten würde Griechenland eine Umschuldung mit seinen Gläubigern aushandeln, bliebe aber in der Währungsunion. Im zweiten Szenario würde es einen echten Schlussstrich ziehen, die Euro-Zone verlassen und zur Drachme zurückkehren.

Aber sollte Europa Griechenland trotz aller Probleme überhaupt pleitegehen lassen? Wäre das wirklich die beste Alternative? Oder würde das Chaos in der Euro-Zone dann erst richtig ausbrechen?

SPIEGEL ONLINE hat die wichtigsten Finanzexperten des Bundestags und führende Ökonomen der Republik um Antwort auf diese Fragen gebeten.

insgesamt 447 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
fatherted98 15.09.2011
1. Es ist...
Zitat von sysopGriechenland*ist das größte Sorgenkind Europas. Nun könnte der überschuldete Staat endgültig vor dem finanziellen Aus stehen. Aber*ist eine Pleite des Landes überhaupt die beste Lösung? Spitzenpolitiker und Top-Ökonomen*beantworten*die wichtigste*Frage der Euro-Krise. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,786233,00.html
...auf jeden Fall eine entgültige Lösung. Denn wenn die Griechen pleite sind gibts kein zurück mehr und sie müssen die Drachme wieder einführen. Das wäre zwar ein Ende mit Schrecken aber besser als ein Schrecken ohne Ende.... Und was "Spitzenpolitiker = Dilletanten" oder "Top-Ökonomen = Dummschwätzer" betrifft, dann sollte man doch lieber mal eine Volksbefragung durchführen als immer das gleiche Gelabber wieder und wieder zu führen.
klugdoris 15.09.2011
2. Ja!!
mehr brauch man dazu nicht sagen! ein ganz klares JA!
wika 15.09.2011
3. Das kann man machen oder auch nicht …
… denn das Kernproblem ist auch mit einer Griechenlandpleite nicht gelöst. Denn solange niemand auf die wirklichen Ursachen und Probleme schaut ist es auch nur Makulatur, denn diese liegen weder in Griechenland, noch in einem gemeinsamen Europa der Menschen, dem Grunde nach auch nicht am Euro selbst … sie liegen schlicht *in unserem Geldsystem*, welches qua seiner Machart zum exponentiellen Wachstum verdonnert ist … Link (zu den Banken mit staatlicher Gewinngarantie) (http://qpress.de/2011/06/17/banken-sind-lotteriegesellschaften-mit-staatlicher-gewinngarantie/) … welches außer in der Theorie nie nachhaltig funktionieren kann, aber durchaus zur Freude der Eigner dieser Geldberge beitragen kann). Maximal drei Generationen kann so etwas gut gehen, was sich auch mathematisch belegen lässt. Wir sind also nachweislich wieder ziemlich dicht dran am unabwendbaren Crash. Will damit sagen, auch wenn alle Euro 17 Staaten zu ihren Ursprungswährungen zurückkehrten, wäre dieses Problem immer noch nicht gelöst, es wird aber nirgends betont. Es würde dann genauso flächendeckend die Katastrophe verursachen. Aber fürs Polittheater ist auch die bisherige Volksverblödung nur recht und die Finanzindustrie klopft sich dabei des Nächtens vor Lachen auf die Schenkel, weil sie mit den beschlossenen Mechanismen ihr Spielchen halt noch ein Weilchen länger und intensiver treiben kann. Nur ein Entrinnen wird es nicht geben … siehe Geschichtsbücher für den der bereit ist nachzulesen und zu lernen. Bei realistischer Betrachtung ist es also egal ob man Griechenland jetzt pleite gehen lässt, exkommuniziert oder was auch immer. Wir werden trotzdem dem Weg der Griechen folgen, wenn auch etwas später … sofern diese jetzt gebannt werden. Also einfach mal ein wenig mehr über das Kernproblem nachdenken, statt sich mit der Kosmetik zu befassen die den Nukleus fein kaschieren. Liegt also noch ein ganzes Stück Erkenntnis vor uns … (°!°)
VorwaertsImmer, 15.09.2011
4. Falsche Frage: "Sollen wir Griechenland pleitegehen lassen? "
Richtige Frage: Wann endlich zahlen die Wohlhabenden Griechenlands ihre Steuern? Warum werden mit dem Geld des kleinen Mannes aus Deutschland die griechischen Staatsanleihen des griechischen Milliardärs Spiros Latsis gerettet? Sind manche Linke bereits Teil des ausbeuterischen Systems -. eines Staatsmonopolkapitalismus der die Reichen rettet und die Armen dafür zahlen lässt? Wer gegen die Eurobonds, gegen die Verpfändung unseres Bundeshaushaltes und damit des Sozialstaates ist, der kann jetzt die Bundestagspetition gegen die Eurobonds mitzeichnen: http://tinyurl.com/gegen-eurobonds
aramcoy 15.09.2011
5. Der Titel ist Blödsinn
Zitat von sysopGriechenland*ist das größte Sorgenkind Europas. Nun könnte der überschuldete Staat endgültig vor dem finanziellen Aus stehen. Aber*ist eine Pleite des Landes überhaupt die beste Lösung? Spitzenpolitiker und Top-Ökonomen*beantworten*die wichtigste*Frage der Euro-Krise. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,786233,00.html
ist Blödsinn. Griechenland ist pleite und wir werden es auch nicht ändern können. Lasst uns doch also lieber diskutieren, wie es abgewickelt wird und was wir danach anders machen
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.