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Déjà vu: Saban erhält Zuschlag für ProSiebenSat.1

Deutschlands größter Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 wird nun doch an den US-Milliardär Haim Saban verkauft. Ein Last-Minute-Konkurrenzgebot der Beteiligungsgesellschaft Apax blieb chancenlos.

Satellitenschuesseln der Sender der Kirch-Gruppe: Schwierige Verhandlungen
AP

Satellitenschuesseln der Sender der Kirch-Gruppe: Schwierige Verhandlungen

Frankfurt am Main - Der Gläubigerausschuss der insolventen KirchMedia entschied sich am Dienstag für Saban als Investor. Der in Ägypten geborene Unternehmer Saban versucht zum zweiten Mal, in den deutschen Medienmarkt einzusteigen.

Der erste Anlauf war Anfang Juni nach zähen Verhandlungen mit dem KirchMedia-Management und den Gläubigerbanken gescheitert, unter anderem an der Frage der Finanzierung. Nun hat Saban fünf Finanzinvestoren mit im Boot und will nach Angaben aus verhandlungsnahen Kreisen früher zahlen und den Baranteil erhöhen.

Apax hatte dem Vernehmen nach zwar mehr als Saban geboten. In verhandlungsnahen Kreisen hieß es allerdings, das Angebot von Apax sei an Bedingungen geknüpft gewesen.

KirchMedia und Vertreter der Gläubiger hatten im Vorfeld der Ausschusssitzung jedoch deutlich gemacht, keine besonderen Bedingungen akzeptieren zu wollen. Außerdem wären bei Apax kartellrechtliche Probleme nicht ausgeschlossen gewesen, weil die Gruppe auch an Kabelgesellschaften in Deutschland beteiligt ist.

Die Aktie von ProSiebenSat.1 Chart zeigen baute ihren Verlust am Dienstag nach dem Zuschlag für Saban weiter aus. Das Papier verlor 4,63 Prozent auf 6,39 Euro.

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