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Neubau der EZB: Pfefferspray, Farbbeutel und Verletzte bei Demonstration

Pappkameraden bei der Demonstration: Rund 2000 Menschen protestieren vor EZB-Neubau Zur Großansicht
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Pappkameraden bei der Demonstration: Rund 2000 Menschen protestieren vor EZB-Neubau

Bei einem Angriff auf den Neubau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main sind mehr als zwei Dutzend Menschen verletzt worden. Die Aktivisten kündigten weitere Aktionen an.

Frankfurt am Main - Mit Farbbeuteln und Steinen haben Aktivisten des bankenkritischen Blockupy-Bündnisses den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main beworfen. Rund 80 Aktivisten waren über Bauzäune geklettert und so auf das Gelände gelangt. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Demonstranten sprachen von etwa 20 Verletzten in ihren Reihen; die Polizei zählte neun verletzte Beamte.

Die Einsatzkräfte seien zudem durch Tritte und Schläge angegriffen worden, sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin habe es einen gezielten Einsatz von Pfefferspray gegeben. Nach einigen Minuten verließen die Aktivisten das Gelände laut Polizei wieder. Die Veranstalter sprachen von bis zu 3000 Teilnehmern, die Polizei zählte rund 2000 Demonstranten.

Diese hatten sich zunächst an der Paulskirche versammelt und gegen das "Krisenmanagement" in Europa demonstriert. Anschließend ging der Demonstrationszug zum neuen EZB-Gebäude, das gerade bezogen wird. Die Demo stand unter dem Motto "Umzug zur neuen EZB - wir packen mit an!".

Rund 1,2 Milliarden Euro kostete der Bau, 185 Meter ist das Gebäude hoch. Später einmal sollen hier 2900 Menschen arbeiten. Für die offizielle Eröffnung des EZB-Neubaus am 18. März des kommenden Jahres kündigte das Bündnis weitere Aktionen an.

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12  Bilder
Neubau der EZB: Hier sitzen die Herrscher des Euro

isa/dpa

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insgesamt 30 Beiträge
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1. Gewinne der EZB
deuro 22.11.2014
"Bis Ende des Jahres soll das Gebäude komplett fertig gestellt sein. Die voraussichtlichen Kosten von 1,2 Milliarden Euro bezahlt die EZB aus ihren Gewinnen."Das ist aber nett formuliert. Die Gewinne der EZB sind nämlich die Verluste der Bürger. Die EZB erwirtschaftet nichts, null, noppes. Die EZB wird mit unseren Steuergeldern durchgefüttert.
2. war zu erwarten
elhobbo 22.11.2014
Es ist schon bezeichnend welchen Bunker sich die EZB gebaut hat. Die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem. Da zeigt sich doch, dass die Führung genau weiss wie wenig ihre Agenda von der Gesellschaft mitgetragen wird.Ein absurder Bau und eine absurde Austeritätspolitik die die Südländer um Jahrzehnte zurückgeworfen hat.
3. Ein Einfamilienhaus für EZB-Mitarbeiter!
feldstudien 22.11.2014
Über 400.000 € pro Arbeitsplatz eines EZB Mitarbeiters ist wirklich eine stolze Summe. Meine fünfköpfige Familie wohnt in einem Haus, das wesentlich weniger Kosten durfte. Wie schön, wenn wir Steuerzahler wenigstens für unsere Behörden etwas wirklich Gutes finanzieren. Meist jedoch fällt das Preis/Leistungsverhältnis im öffentlichen Bau ja wesentlich ungünstiger aus, als beim Privatbau.
4. Keine Aufregung,
walter_de_chepe 22.11.2014
keine schlauen Erklärungen des Innenministers, keine weiteren Presseberichte, keine Sorge um die Demokratie, keine Diskussion um Demonstrationsverbote, keine neuen, strengere Gesetze - die Demonstranten gelten als Linke, das relativiert alles, auch Gewalt.
5. Wer's glaubt ?
frigenium 22.11.2014
---Zitat--- Die voraussichtlichen Kosten von 1,2 Milliarden Euro bezahlt die EZB aus ihren Gewinnen. ---Zitatende--- Richtiger ist wohl: Die Arbeiter mittäglich spürbaren Reallohnverlusten ! Deswegen sei die Frage gestattet: Wer bezahlt aber dann, wenn wie zunehmend absehbar der Euro noch vor Einzug in das Luxusgemach weg ist von der Bildfläche .... und womit ?
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