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Überarbeiteter Euro-Schein: Der neue Fünfer ist da

Von Donnerstag an können Europas Verbraucher einen neuen Geldschein in den Händen halten: Die überarbeitete, angeblich fälschungssichere Fünf-Euro-Banknote wird in Umlauf gebracht. Insgesamt werden drei Milliarden Stück ausgegeben, die alten Scheine bleiben aber gültig.

Frankfurt am Main - Wer am Donnerstag zur Bank oder an den Geldautomaten geht, wird ihn schon bekommen: den neuen Fünf-Euro-Schein. Er ist bunter als der alte, die Ziffern sind größer und leichter lesbar, und er soll Geldfälschern das Handwerk erschweren. Wasserzeichen und Hologramm wurden neu gestaltet, zudem ist der Schein überzogen mit Speziallack, der ihn länger haltbar machen soll.

Am 2. Mai beginnen die Notenbanken damit, die überarbeitete Banknote in Umlauf zu bringen. Nach und nach werden insgesamt drei Milliarden Stück über Geldautomaten und Bankschalter ausgegeben. Die Bundesbank wies allerdings noch einmal darauf hin, dass die bisherigen Fünfer "ohne zeitliche Begrenzung" ihren Wert behielten.

Der neue Fünfer ist der erste der zweiten Euro-Generation seit Einführung des gemeinsamen Bargelds 2002: der "Europa-Serie". Je länger ein Schein im Umlauf ist, desto mehr Zeit haben Geldfälscher, die Sicherheitsmerkmale zu kopieren, deshalb bringen Notenbanken gelegentlich neue Banknoten heraus. Der Fünf-Euro-Schein macht bei der Gemeinschaftswährung nur den Anfang - auch wenn er wegen des geringen Werts nur selten gefälscht wird.

Jedes Jahr wird jetzt eine weitere Note ausgewechselt. 2014 folgt der Zehn-Euro-Schein, 2015 der Zwanziger, bis 2020 auch der 500-Euro-Schein ausgetauscht wird. Die Haltbarkeit ist vor allem beim kleinsten Schein ein Problem, denn der Fünfer wird am schnellsten aus- und weitergegeben. Im Schnitt muss er schon nach 13 Monaten ausgetauscht werden, weil er zu zerfleddert ist - deshalb bekommt der Nachfolger auch eine Beschichtung.

nck/dpa

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insgesamt 76 Beiträge
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1. Tja....
puma1 02.05.2013
... auch eine Möglichkeit mal wieder 15 Mrd. Euro fast unbemerkt in den Geldkreislauf zu schleusen. Mir wäre lieber, man hätte dieses Unding Euro gleich in allen Scheinen und Münzen abgeschafft!
2. optional
DanNem 02.05.2013
Sieht irgendwie doof aus.
3. Weg damit!
kanuffke 02.05.2013
Ich plädiere dafür den 5-Euro-Schein ganz abzuschaffen. Wegen diesem lumpigen Lappen muss man fürs Wechselgeld meistens Münzfach UND Scheinfach öffnen.
4. Euro-Münzen
earl grey 02.05.2013
[QUOTE=puma1;12638459 Mir wäre lieber, man hätte dieses Unding Euro gleich in allen Scheinen und Münzen abgeschafft![/QUOTE] Zumindest die Euro-Münzen. In der Herstellung viel teurer als Scheine. In vielen Währungen gibt es nur kleinste Nenner als Münzen, warum nicht auch bei uns €1 und €2 als Scheine?
5. Sieht
thorsten wulff 02.05.2013
aus Grafikdesignersicht genauso ätzend aus wie die alten.
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Wie Notenbanken funktionieren
Woher nehmen Notenbanken das ganze Geld?
Für die Milliardensummen, die die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) im Verlauf der Finanzkrise den Banken zur Verfügung stellten, müssen die Notenbanken nicht die Notenpresse anwerfen und Geldscheine drucken. Die Beträge werden lediglich auf den Konten der Geschäftsbanken gutgeschrieben, die bei den Notenbanken geführt werden. Gegen Wertpapiere als Sicherheiten leiht die EZB oder Fed Geld aus. Nach einer bestimmten Frist zahlen die Banken die Summe inklusive Zins zurück.
Können sie pleitegehen?
Technisch nein. Die EZB hat im Euro-Raum das Monopol über das Zentralbankgeld und kann unabhängig darüber entscheiden, wann sie wie viel Geld in Umlauf bringt.
Warum buttern sie so viel Geld in die Märkte?
Generell leihen sich Geldinstitute auf dem Geldmarkt untereinander oder bei der EZB oder Fed Geld aus und zahlen dafür Zinsen - so wie ein Bankkunde bei einer Bank einen Kredit bekommt und diesen abträgt. Für die Geschäftsbanken ist es wichtig, dass sie über flüssiges Geld (Liquidität) verfügen, zum Beispiel für die Vergabe von Krediten an Unternehmen und Verbraucher. Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten und eventueller noch unbekannter Risiken bei einzelnen Häusern sind die Banken jedoch misstrauischer geworden und nicht mehr im üblichen Maße bereit, sich gegenseitig Geld auszuleihen. In so einem Fall können die Notenbanken eine Finanzspritze geben, um einen Geldengpass (Kreditklemme) zu verhindern. Vorrangiges Ziel der Notenbanken sind stabile Preise. Die EZB ist laut EU-Vertrag aber auch für die Stabilität des Finanzsystems mitverantwortlich.


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