Deutsche Bank Geheimpläne für 15.000 Entlassungen?

Die Diskussionen um den Stellenabbau der Deutsche Bank reißen nicht ab. Das Management soll die Streichung von 15.000 Stellen bis 2003 in Erwägung ziehen.


Entlassungsgerüchte sorgen für Unruhe: Deutsche Bank
AP

Entlassungsgerüchte sorgen für Unruhe: Deutsche Bank

Berlin - Dies geht aus einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" hervor, die sich auf Unternehmenskreise beruft. Bislang hat die Deutsche Bank Chart zeigenangekündigt, 7100 Stellen abzubauen. Presseberichte, nach denen bis zu 10.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen, hatte die Unternehmensführung am Donnerstag dementiert.

"Es gibt bisher keinen Beschluss auf Vorstandsebene, aber es gibt Planungen", zitiert die Zeitung einen leitenden Konzernmanager. Ein Sprecher der Deutschen Bank kommentierte die Informationen der "Welt": Die Pläne, die vorliegen, haben wir bekannt gegeben. Danach werden in den Geschäftsjahren 2001 bis 2003 insgesamt 7.100 Stellen gestrichen." Der Finanzvorstand des Bankhauses, Clemens Börsig, habe auf einer Analystenkonferenz explizit gesagt, dass nur über fertige Pläne berichtet worden sei, denen der Vorstand zugestimmt habe, schreibt die Zeitung.

Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kündigten bereits heftige Proteste an, falls die Bank tatsächlich insgesamt 15.000 Stellen streichen wolle: "Diese Zahl kann und will ich nicht glauben, denn die Aufsichtsratssitzung ist gerade mal einen Tag her", sagte Gerald Herrmann von ver.di der "Welt". "Ein Stellenabbau in dieser Größenordnung würde enorme Entrüstung auslösen", so Herrmann, der im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sitzt.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.