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Deutsche Bank: Stellenabbau hier - Geldgeschenke da

Trotz gesunkenen Aktienkurses und verordneter Sparsamkeit will die Deutsche Bank angeblich ausgewählten Angestellten Gutes tun. Deren Aktienoptionen sollen neu bewertet werden, damit sie mehr Geld bringen.

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt am Main
REUTERS

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main - Wer Investmentbanker in der Deutschen Bank ist, muss sich über die eigene Bezahlung eigentlich keine Sorgen mehr machen. Dass erscheint aber laut einem Bericht von FT.com, der Online-Ausgabe der "Financial Times" ganz anders.

Offenbar will die Bankspitze den Investment Bankern, die im Rang eines "managing director" oder darüber sind, noch ein Weihnachtsgeschenk machen: Ihre Aktienoptionen, die einen Großteil ihrer Bezüge ausmachen, sollen neu bewertet werden, so der Bericht.

Ziel sei es, den Ausübungspreis dieser Optionen abzusenken. Damit könnten die Banker schon bei einem niedrigeren Aktienkurs zugreifen und ihre Wertpapiere zu Geld machen. Vielen Großinvestoren ist ein solcher Schritt ein Dorn im Auge, da damit die Messlatte für den Erfolg niedriger gehängt wird.

Genauere Details über die Höhe der geplanten Absenkung wurden in dem Bericht nicht genannt, die Deutsche Bank gab dazu keinen Kommentar ab.

Besonders ärgerlich wäre die gute Behandlung der Top-Banker für die einfachen Angestellten von Deutschlands größter Privatbank. Vor kurzem hat das Geldinstitut angekündigt, rund 7100 Stellen abzubauen - vor allem in den unteren Rängen.

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