Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Deutsche Exporte: Handel mit Griechenland bricht ein

Griechenland kann sich keine deutschen Produkte mehr leisten: Die Ausfuhren in das klamme Land sind im ersten Quartal abgesackt. Insgesamt stiegen die deutschen Exporte jedoch deutlich.

Containerschiffe in Bremerhaven: Exporte steigen deutlich Zur Großansicht
dapd

Containerschiffe in Bremerhaven: Exporte steigen deutlich

Wiesbaden/Berlin - Ohne Geld kann man nichts kaufen - auch keine Waren "Made in Germany": Im ersten Quartal 2011 sanken die deutschen Ausfuhren nach Griechenland im Jahresvergleich um 12,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Gleichzeitig kauften die Deutschen auch weniger Produkte aus dem klammen Land: Die Einfuhren gingen um 3,7 Prozent auf eine halbe Milliarde Euro zurück.

Dem deutschen Export-Boom kann das nichts anhaben: Insgesamt stiegen die Ausfuhren im ersten Quartal um 18,8 Prozent auf 260,8 Milliarden Euro. Vor allem die Exporte in Nicht-EU-Länder legten kräftig zu. Allein die Ausfuhren in die Türkei stiegen um 56,3 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Auch Russland und China nehmen weiter immer mehr Produkte aus Deutschland ab.

Noch kräftiger legten die Importe zu, hier gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 20,9 Prozent auf 220 Milliarden Euro.

Nach dem rasanten Wachstum zu Jahresbeginn verliert die deutsche Industrie allerdings ein wenig an Schwung. Der Einkaufsmanagerindex fiel im Mai um 4,3 auf 57,7 Punkte, teilte das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter 500 Unternehmen mit. Das sei zwar der niedrigste Wert seit November 2010, zeige aber nach wie vor ein Wachstum an.

seh/dpa/dapd/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 28 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. schön
bunterepublik 01.06.2011
Zitat von sysopGriechenland kann sich*keine deutschen Produkte mehr leisten: Die Ausfuhren in das klamme*Land sind im ersten Quartal abgesackt. Insgesamt stiegen die deutschen Exporte jedoch deutlich. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,766115,00.html
Ist ja auch nicht schlecht, wenn der griechische staat keine rüstungsgüter mehr in deutschland kauft.....spart jede menge steuergelder - auch deutsche
2. :{[
gewgaw 01.06.2011
Zitat von sysopGriechenland kann sich*keine deutschen Produkte mehr leisten: Die Ausfuhren in das klamme*Land sind im ersten Quartal abgesackt. Insgesamt stiegen die deutschen Exporte jedoch deutlich. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,766115,00.html
Das ist eine gute Nachricht. Was nützt es Produkte kreditfinanziert zu exportieren und der Schuldner kippt um und zahlt nicht.
3. Vielleicht sind die Rüstungaufträge ausgelaufen
beebo 01.06.2011
Griechenland war immer ein Großabnehmer von Deutscher Wehrtechnik. Vielleicht liefen auch nur ein paar Rüstungsaufträge aus. Ich kann mir nicht vorstellen, das im Jahr 2010 viele Deutsche Autos oder Maschinen nach Griechenland Exportiert wurden. Da herscht seit dem Platzen der Blase 2008 Dauerkrise.
4.
flötrolf 01.06.2011
Zitat von sysopGriechenland kann sich*keine deutschen Produkte mehr leisten: Die Ausfuhren in das klamme*Land sind im ersten Quartal abgesackt. Insgesamt stiegen die deutschen Exporte jedoch deutlich. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,766115,00.html
Sie riskieren in der aktuellen Temperatur bei der Berichterstattung über Griechenland als rechtsradikales, populistisches Blatt verschrien zu werden mit dem Tenor, was brauchen wir Griechenland (?). Ich erwarte hier journalistisch sauber recherchiert umfängliche Problemanalysen und Lösungswege. Tabulos! Da fehlt es aber an allen Ecken und Enden. Es fehlt an Tabubrüchen, Betrug Betrug zu nennen, mit Beispielen unterlegt. Es fehlt an volkswirtschafticher Analyse und verwaltungspraktischen Tipps, wie man aus der Malaisse herauskommt. Wie gesagt, tabulos! Zum Beispiel, dass sich die Griechen, das alles selbst eingebrockt haben. Und mit dem Ausmisten dieses Stalls' des Augias von korrupten Beamten, Politikern und Unternehmern. Von denen sich zweistellige Milliardenbeträge an hinterzogenen Steuern holen ließe, wenn man denn wollte. Und warum will man nicht?
5. Wenn ich pleite bin, dann kann ich auch nichts mehr kaufen!
Holledauer, 01.06.2011
Und ob die Geschäfte aus der Vergangenheit mit Griechenland für Deutschloand wirklich profitabel waren, wird sich erst entscheiden, wann und ob die Griechen ihre Schulden bezahlen. Wenn jemand die gekauften Waren nicht bezahlen kann, dann macht Handel mit ihm keinen Sinn. Ich befürchte, dass der deutsche Steuerzahler einen großen Teil der in der Vergangenheit nach Griechenland verkauften Waren den Griechen "schenken" wird. Unverständlich ist für mich, warum bei den Deals der Vergangenheit die Banken geschont werden sollen. Sie haben an den Krediten verdient, sie wussten um die Zahlungsprobleme der Griechen, also handelten sie auf vollem Risiko. Unserer Regierung werden aber sicher Argumente einfallen oder von den Bankern in die Feder diktiert werden, dass wieder der deutsche und auch europäische Steuerzahler die Dummen sind.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: