Bargeld, Aktien, Versicherungen Geldvermögen in Deutschland steigt auf Rekordwert

Die Zinsen sind immer noch extrem niedrig. Dennoch werden die Menschen in Deutschland immer wohlhabender - zumindest in der Summe. Das Geldvermögen erreichte Ende 2017 einen neuen Höchststand. Profitiert hat vor allem eine Gruppe.

Euro-Geldscheine
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Die gute Wirtschaftslage schlägt sich auch im steigenden Wohlstand der Menschen in Deutschland nieder. Das Geldvermögen der privaten Haushalte ist im letzten Quartal 2017 auf einen Rekordwert von 5,857 Billionen Euro gestiegen, wie die Bundesbank mitteilte. Das ist ein Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres und um 1,4 Prozent zum Vorquartal.

Zum Geldvermögen gehören Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen - aber nicht Immobilien. Ein wichtiger Grund für den Anstieg sind die starken Kursgewinne an den Börsen Ende 2017 - die Gruppe derer, die Aktien und Investmentfonds besitzen, dürfte damit im Schnitt die höchsten Vermögenszuwächse verzeichnet haben.

Die Zinsen für Bankeinlagen sind hingegen nach wie vor sehr niedrig. Folgerichtig investierten die Deutschen der Bundesbank zufolge zwar erneut stärker in Wertpapiere. Allerdings bevorzugten sie weiterhin "liquide und risikoarme Anlagen", wie die Bundesbank weiter ausführt. Wie sich das Geldvermögen verteilt, geht aus den Daten nicht hervor.

Offenbar nutzten viele die Minizinsen, um sich günstige Kredite zu verschaffen. Nicht nur das Geldvermögen, auch die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte stiegen von Oktober bis Dezember deutlich um gut zwölf Milliarden Euro. Laut Bundesbank setzte sich damit der seit Mitte 2013 zu erkennende Aufwärtstrend fort. Der Großteil der Mittel entfiel auf Wohnungsbaukredite, die von heimischen Banken vergeben wurden. Abzüglich der Schulden stieg das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte gegenüber dem Vorjahr um knapp 5,7 Prozent auf 4,131 Billionen Euro.

fdi/dpa/Reuters



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