London - "Wir haben uns über die Amerikaner lustig gemacht. Nun wird Fettleibigkeit auch ein europäisches Problem", sagte EU-Verbraucherschutzkommissar Markos Kyprianou der "Financial Times". Der aus Zypern stammende Politiker will sich deswegen dafür einsetzen, dass Fast-Food-Hersteller nicht mehr im Umfeld von Kindern werben.
"Die Signale aus der Industrie sind sehr positiv. Wenn aber keine Ergebnisse erzielt werden, kommt ein Gesetz", drohte Kyprianou. Schon im März will der EU-Kommissar ein entsprechendes Regelwerk präsentieren, in dem die Hersteller freiwillig auf Werbung im Umfeld von Kindern verzichten. Dieses soll ab 2006 gelten.
In den Vereinigten Staaten haben einige Anbieter die Reklame bereits angepasst. So erklärte sich der Kraft-Foods-Konzern bereit, für einige Produkte nicht mehr bei Kindern unter 12 Jahren zu werben.
Kyprianou forderte die Unternehmen zudem auf, Produktinhalte verständlicher auf den Verpackungen anzugeben. Diese müssten auch für Menschen verständlich sein, "die keinen Doktor in Chemie haben".
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