Dosenpfand Die neuen Regeln im Überblick

Seit rund drei Jahren gibt es schon das Dosenpfand. Zum 1. Mai soll einiges einfacher werden. Alle Änderungen hier im Überlick:


Wie hoch ist das Pfand?

Ab 1. Mai gilt für alle Verpackungsgrößen von 0,1 bis drei Liter ein einheitliches Pfand von 25 Cent. Bisher waren auf Einwegflaschen und Dosen mit bis zu 1,5 Litern Inhalt 25 Cent, für größere Getränkeverpackungen 50 Cent fällig.

Wo kann das Pfand eingelöst werden?

Die Verbraucher können ihren Getränkeabfall künftig erstmals in jedem Supermarkt oder größeren Geschäft abgeben, das selbst die entsprechende Einwegverpackungsart im Sortiment hat. Wenn ein Händler Getränkedosen verkauft, muss er auch bei der Konkurrenz oder im Automaten gekaufte Dosen zurücknehmen. Die so genannten Insellösungen der Discounter gelten ab 1. Mai nicht mehr.

Gibt es Ausnahmen von der Rücknahmepflicht?

Kioske und kleinere Läden mit unter 200 Quadratmetern Verkaufsfläche müssen auch weiterhin nur auf solche Getränkedosen und Einwegflaschen Pfand auszahlen, die sie selbst im Sortiment haben. Eine Beschädigung ist kKein Grund, das Pfand zu verweigern, ist eine Beschädigung - allerdings muss der Händler noch erkennen können, um welche Art der Verpackung es sich handelt.

Auf welche Getränke muss Pfand gezahlt werden?

Ab 1. Mai wird auf mehr Getränkesorten in Einwegverpackungen Pfand erhoben als bisher. Zusätzlich zu Bier und Biermischgetränken, allen Mineralwässern sowie kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken wie Cola und Limonade fallen künftig auch Erfrischungsgetränke ohne Kohlensäure - zum Beispiel Eistee oder Fruchtschorlen mit stillem Mineralwasser - und die so genannten Alkopops, Mischgetränke mit weniger als 15 Prozent Alkoholgehalt, unter die Pfandpflicht.

Was ist von der Pfandpflicht ausgenommen?

Wie bisher muss auch weiterhin weder für Wein und Spirituosen noch für Milch in Einwegverpackungen Pfand gezahlt werden. Auch Fruchtsaft und -nektar, Gemüsesäfte und fast alle Diätgetränke sind pfandfrei, ebenso Milchmixgetränke, wenn sie mindestens zur Hälfte aus Milch oder Milcherzeugnissen bestehen.

reh/AFP



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