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Dresdner Bank: Neue Kürzungsrunde befürchtet

Der Abbau von rund einem Fünftel der Arbeitsplätze reicht Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter offenbar noch nicht. Er soll bereits einen neuen Restrukturierungsplan ausgearbeitet haben, bei dem nochmals massiv Stellen gestrichen werden könnten.

Sparen, sparen, sparen: Dresdner-Bank-Zentrale
DPA

Sparen, sparen, sparen: Dresdner-Bank-Zentrale

Frankfurt am Main - Walter werde dem Aufsichtsrat am Mittwoch ein Restrukturierungskonzept vorlegen, das tiefe Einschnitte vorsehe und Neuigkeiten zur Zunkuft des Investment-Bankings enthalte, berichtet die "Börsen-Zeitung" unter Berufung auf Kreise der Bank.

Den angekündigten Abbau von 11.000 ihrer früher mehr als 55.000 Arbeitsplätze habe die Allianz-Tochter zum großen Teil bereits umgesetzt. Das neue Sparprogramm sehe einen zusätzlichen Abbau in vierstelliger Höhe vor. Hierzu will Walter dem Bericht zufolge die von seinem Vorgänger Bernd Fahrholz forcierte Divisionalisierung zurückdrehen - bisher eigenständige Supporteinheiten für einzelne Bankbereiche sollen demnach wieder zusammengeführt werden.

Das Zahlenwerk für das zweite Quartal, das die Bank am Donnerstag vorlegt, werde Walter sicher Argumente für neue Sparmaßnahmen liefern, so die "Börsen-Zeitung". Zwar dürfte die Dresdner operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben haben. Am Finanzplatz werde aber erwartet, dass außerordentliche Belastungen das Ergebnis unterm Strich rot färben, was weiteren Handlungsbedarf signalisieren würde.

Außerdem dürfte der Dresdner-Aufsichtsrat der Zeitung zufolge über die Ausgliederung von Teilen des Investment-Banking entscheiden, worüber seit Jahren diskutiert wird. Offen sei bisher, ob die Dresdner nur das M&A-Geschäft (Fusionen und Übernahmen) abgibt oder auch Teile etwa des Aktien- und des Corporate-Finance-Geschäfts. In der Investment-Banking-Einheit Dresdner Kleinwort Wasserstein werde die erwartete "Entlassung" aus dem Allianz-Konzern allem Anschein nach begrüßt.

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