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Ehec-Seuche: Russland stoppt Einfuhr von deutschem Gemüse

Die Angst vor dem Ehec-Erreger greift auf Russland über: Die Gesundheitsbehörden des Landes haben die Einfuhr von Salat, Tomaten und Gurken aus Deutschland und Spanien verboten. Bald könnte sogar Gemüse aus ganz Europa betroffen sein.

Salatgurken auf einem Wochenmarkt: Einfuhr in Russland verboten Zur Großansicht
DPA

Salatgurken auf einem Wochenmarkt: Einfuhr in Russland verboten

Moskau - Russland fürchtet die Ehec-Gefahr aus Deutschland und Spanien: Die russischen Gesundheitsbehörden haben am Montag die Einfuhr von Salat, Tomaten und Gurken aus Deutschland und Spanien bis auf weiteres verboten. Die Behörden begründeten ihren Schritt mit der Gefahr durch den Darmkeim, an dessen Folgen in Deutschland bislang mindestens 14 Menschen gestorben sind.

Laut der Nachrichtenagentur Interfax odnete Russlands oberster Amtsarzt Gennadi Onischtschenko an, frisches Gemüse der beiden EU-Länder aus den Lebensmittelmärkten zu entfernen. Er drohte außerdem weitergehende Konsequenzen an. Wenn sich die Lage nicht ändere, werde man alle Gemüseimporte aus Europa verbieten", sagte Onischtschenko.

Die Behörden in Moskau hatten die Bevölkerung schon vor Tagen vor dem Verzehr von aus Deutschland eingeführtem Gemüse gewarnt.

seh/dapd/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Ehec
crocodil 30.05.2011
Zitat von sysopDie Angst vor dem Ehec-Erreger greift auf Russland über: Die Gesundheitsbehörden des Landes haben die Einfuhr von Salat, Tomaten und Gurken aus Deutschland und Spanien*verboten. Bald könnte sogar Gemüse aus ganz Europa betroffen sein. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,765804,00.html
..na, wusste gar nicht, dass Russland aus Deutschland und Spanien Gemüse einführt. Haben die nicht genug Anbaufläche, um das selbst zu erzeugen? Da muss gleich die EU reagieren, dass ab sofort kein Kaviar (könnte ja mt der Fischgrippe behaftet sein), eingeführt wird!!!
2. verklagen!!!
Flari 30.05.2011
Zitat von sysopDie Angst vor dem Ehec-Erreger greift auf Russland über: Die Gesundheitsbehörden des Landes haben die Einfuhr von Salat, Tomaten und Gurken aus Deutschland und Spanien*verboten. Bald könnte sogar Gemüse aus ganz Europa betroffen sein. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,765804,00.html
Sofort sich an Spanien ein Beispiel nehmen und Russland verklagen! :-))
3. karma
nandogo 30.05.2011
Jetzt koennen die Deutschen am eigenen leib erfahren, was man den Spaniern mit den unprofessionellen, voreiligen massnahmen angetan hat. Die Tuer ist sozusagen zu fuer fast jegliches gemuese aus Almeria. Die gewerkschaften rechnen mit einem enormen anstieg der arbeitslosigkeit. LKWs kommen voll beladen wieder zurueck oder fahren garnicht erst los. Millionenverluste jeden tag....und noch immer weiss man nicht ob die Gurken mit dem EHEC virus das land verlassen haben oder ob die sich den erst auf dem transport oder am zielort eingefangen haben!!
4. individuell
tim² 30.05.2011
Zitat von nandogoJetzt koennen die Deutschen am eigenen leib erfahren, was man den Spaniern mit den unprofessionellen, voreiligen massnahmen angetan hat. Die Tuer ist sozusagen zu fuer fast jegliches gemuese aus Almeria. Die gewerkschaften rechnen mit einem enormen anstieg der arbeitslosigkeit. LKWs kommen voll beladen wieder zurueck oder fahren garnicht erst los. Millionenverluste jeden tag....und noch immer weiss man nicht ob die Gurken mit dem EHEC virus das land verlassen haben oder ob die sich den erst auf dem transport oder am zielort eingefangen haben!!
Moin, ich neige echt nicht zu Panik und die Schweinegrippe hat mich beispielsweise nicht besonders beunruhigt. Allerdings esse ich momentan kein roh zu verzehrendes Gemüse, denn die EHEC-Folgen sind doch ausgesprochen unangenehm. Unbedenklichkeitserklärungen von Landwirtschaftsverbänden emfpinde ich nicht als Argument gegen meine Handlungsweise. Meine drei Mitbewohner halten das genauso (wodurch der Speiseplan unserer WG-Vegetarierin gerade stark einschränkt ist). Langer Rede kurzer Sinn: Dass jetzt (meist zu Unrecht) Berge von Gemüse liegen bleiben, ist meiner Einschätzung nach zu einem bedeutenden Teil Ergebnis individueller Verhaltensanpassung und nicht staatlicher Sanktionen. Und es betrifft bei weitem nicht nur die spanische Landwirtschaft. In meinen Augen sollten weder in D noch in anderen Ländern Betriebe als Folge von EHEC Konkurs anmelden müssen (Ausnahme: schuldhafte Verunreinigung von Lebensmitteln). Umsetzungsmöglichkeiten können aber nur Profis beurteilen, aber ich denke, beispielsweise der EU stehen Möglichkeiten zur Verfügung, Verluste zu kompensieren. Schönen Abend, tim²
5. Nicht suchen, klagen!
himed 30.05.2011
Zitat von nandogoJetzt koennen die Deutschen am eigenen leib erfahren, was man den Spaniern mit den unprofessionellen, voreiligen massnahmen angetan hat. Die Tuer ist sozusagen zu fuer fast jegliches gemuese aus Almeria. Die gewerkschaften rechnen mit einem enormen anstieg der arbeitslosigkeit. LKWs kommen voll beladen wieder zurueck oder fahren garnicht erst los. Millionenverluste jeden tag....und noch immer weiss man nicht ob die Gurken mit dem EHEC virus das land verlassen haben oder ob die sich den erst auf dem transport oder am zielort eingefangen haben!!
Korrekt. Der Tagespresse kann ich auch keinerlei Anstreungung durch Spanien entnehmen, dass sie nach der Ursache suchen. Die Spanier loten lieber die rechtlichen Möglichkeiten aus Deutschland zu verklagen. Sollte sich der Verdacht dennoch bestätigen, dann sollten erstmal alle Rettungsschirme zugeklappt werden und sämtliche(!) Kosten von Spanien eingetrieben werden. Egal mit welcher Konsequenz. Alternativlos, wie die Politiker immer so schön sagen.
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