Elektroschrott Giftige Schätze

Defekte Smartphones, Tablets, Laptops: Elektroschrott ist giftig und kostbar zugleich. Das Geschäft mit den toxischen Schätzen wird in Goslar ebenso betrieben wie in Afrika. Eine Visual Story.

Aus Elektroschrott gewonnenes Gold
Alexander Epp/SPIEGEL

Aus Elektroschrott gewonnenes Gold

Von Alexander Epp




insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
fatherted98 11.04.2016
1. tja...
....das aus Elektro-Schrott tatsächlich wieder Rohstoffe gewonnen werden können...wer hätte das gedacht. Das wissen Autoverwerter schon seit Jahren...die leben praktisch davon die alten Kats vom Platin zu "befreien" bzw. zu verhöckern...der Rest ist Nebengeschäft.
felisconcolor 11.04.2016
2. Sicher
gebrauchen und verbrauchen wir immer mehr Elektronikartikel. Suchen wir aber nach den Gründen ist nicht immer nur der Endverbraucher der Schuldige. Was wird an jeder Ecke gepredigt das wir energieeffizienter leben sollen. Da werden Verbrauchsampeln eingeführt und der Endverbraucher entsorgt einen funktionierenden Kühlschrank oder eine Waschmaschine weil sie anstatt A++ doch nur ein A oder gar B aufweist. Und das Energiesparen ja soooo wichtig ist. Das für die Herstellung des A++ Gerätes aber auch Energie und Ressourcen verbraucht werden und das in einem nicht unerheblichen Maße wird dezent verschwiegen und daher vom Endkunden auch nicht wahrgenommen. Da wurden durch eine unsägliche Abwrackprämie wirklich gute funktionierende Fahrzeuge von der Strasse genommen. Welche ja auch Energie benötigen um sie zu recyclen. Und so weiter und so fort. Die Paar Handys die von den Technikfreak jedes Jahr getauscht werden fallen da nicht ins Gewicht das gute geräte eh immer noch den Weg zurück in den Markt finden. Hier muss ein Umdenken auch bei der Politik und den Umweltverbänden stattfinden. Der nächste Schritt wäre eine Pflicht zur Reparaturfreundlichkeit der Geräte (aller Geräte) Geräte müssen so konstruiert werden das Reparaturen mit Standardbauelementen auch von weniger versierten Personen vorgenommen werden können. Vernietete oder verschweisste Verbindungen welche einen Austausch bestimmter Bauteile unmöglich machen gehören verboten. Und das kann man auch so gestalten das alle Sicherheitsbestimmungen trotzdem eingehalten werden. Aber dieser Wille ist eben in der Politik nicht vorhanden. Der Bürger soll zwar Energie sparen auf Teufel komm raus aber die beste Art Energie zu sparen ist eben eine Verlängerung der Laufzeiten von Elektrogeräten. Nachhaltigkeit ist hier das Schlagwort. Und dann klappt es auch mit der Umwelt.
tomasl 11.04.2016
3. Wiederverwendung von Knopfzellen
das ahnungslose Publikum soll sie in Sammelbüchsen werfen. Was geschieht dann? Werden mit Beton verrührt und in einer Deponie eingelagert. Hurraah
OlafHH 11.04.2016
4.
Recycling über den Wertstoffhof. Was genau hilft es denn, wenn wir hier ein unglaublich teures, weil technisiertes, Recyclingsystem für Elektronik aufgebaut haben, fabrikgroße Systeme den Kram zerkleinern und am Ende die norddeutsche Affi das Metall wieder verkaufsfähig macht ... wenn am Ende doch 150000 Tonnen Elektroschrott pro Jahr (eigentlich illegalerweise) aus den deutschen Wertstoffhöfen nach Afrika verschifft werden? Dabei geht es dann um den kleinen aber feinen Unterschied, ob die Geräte -grundsätzlich- noch funktionsfähig sind. Dann ist es kein Schrott und darf direkt nach Ghana verschifft werden, wo die kleinen Kinder den Kram dann ausschlachten. Ja, super Sache das alles. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Einmal-Afrika-und-zurueck-Streit-ueber-Elektroschrott-Export-2277763.html
bauklotzstauner 11.04.2016
5.
Zitat von felisconcolorgebrauchen und verbrauchen wir immer mehr Elektronikartikel. Suchen wir aber nach den Gründen ist nicht immer nur der Endverbraucher der Schuldige. Was wird an jeder Ecke gepredigt das wir energieeffizienter leben sollen. Da werden Verbrauchsampeln eingeführt und der Endverbraucher entsorgt einen funktionierenden Kühlschrank oder eine Waschmaschine weil sie anstatt A++ doch nur ein A oder gar B aufweist. Und das Energiesparen ja soooo wichtig ist. Das für die Herstellung des A++ Gerätes aber auch Energie und Ressourcen verbraucht werden und das in einem nicht unerheblichen Maße wird dezent verschwiegen und daher vom Endkunden auch nicht wahrgenommen. Da wurden durch eine unsägliche Abwrackprämie wirklich gute funktionierende Fahrzeuge von der Strasse genommen. Welche ja auch Energie benötigen um sie zu recyclen. Und so weiter und so fort. Die Paar Handys die von den Technikfreak jedes Jahr getauscht werden fallen da nicht ins Gewicht das gute geräte eh immer noch den Weg zurück in den Markt finden. Hier muss ein Umdenken auch bei der Politik und den Umweltverbänden stattfinden. Der nächste Schritt wäre eine Pflicht zur Reparaturfreundlichkeit der Geräte (aller Geräte) Geräte müssen so konstruiert werden das Reparaturen mit Standardbauelementen auch von weniger versierten Personen vorgenommen werden können. Vernietete oder verschweisste Verbindungen welche einen Austausch bestimmter Bauteile unmöglich machen gehören verboten. Und das kann man auch so gestalten das alle Sicherheitsbestimmungen trotzdem eingehalten werden. Aber dieser Wille ist eben in der Politik nicht vorhanden. Der Bürger soll zwar Energie sparen auf Teufel komm raus aber die beste Art Energie zu sparen ist eben eine Verlängerung der Laufzeiten von Elektrogeräten. Nachhaltigkeit ist hier das Schlagwort. Und dann klappt es auch mit der Umwelt.
Tatsächlich trifft den vielgescholtenen "Verbraucher" die geringste Schuld an dem Schlamassel. Es ist die Industrie, die aus Benutzern von Geräten "Verbraucher" macht. Denn nur am Verkauf von Neugeräten und künstlich aufwendig gestalteten Verbrauchsartikeln verdienen sie. Und tatsächlich ist es auch so, daß es für die beteiligten Unternehmen besser und gewinnbringender ist, immer neue Materialien zu erzeugen und zu verbauen, als alte aufzubereiten. Nur mal ein Beispiel für den Wahnisnn, der mich gerade heute beschäftigt hat, weil ich eine Werbung im Postfach fand: Einen Samsung-Laserdrucker für 44 Euro! Haken daran: Die Tonerkartusche kostet 49 Euro. Warum soviel? Nun neben dem aus dem Tintenstrahldrucker-Bereich übernommenen Konzept, die Geräte billig und die Verbrauchsmaterialien teuer zu machen, sind hier Tonerkartusche, Bildtrommel und große Teile der Druckmechanik zu einer Einheit zusammengefaßt. Man muß also alle 1000 Seiten die Kartusche UND die Bildtrommel wechseln. Und natürlich steckt in der Kartusche auch noch ein wenig Elektronik, die jedesmal mit auf den Müll fliegt. Und am Ende ist auch noch irgendwo ein Zähler verbaut, der das Gerät nach einer bestimmten Seitenzahl komplett stillegt. Technisch NÖTIG wäre nur das Nachfüllen des Tonerpulvers bei Bedarf! Die Mechanik würde ein Druckerleben halten, ebenso die Kartusche, und die Bildtrommel hält laut Samsung auch mindestens 9000 Seiten durch. Aber diese Möglichkeit, einfach nur den Toner nachzufüllen, gbt es nicht! Der Kunde hat schlicht keine Alternative zur Müllerzeugung, es sei denn, er verzichtet darauf, sich einen Drucker hinzustellen!
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