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Energie: Verbraucherexperten raten zum Solar-Dach-Bau

Eine Solaranlage auf dem Dach ist laut "Finanztest" so lukrativ wie nie: Hauseigentümern winken hohe Renditen, eine gute staatliche Förderung - und neuerdings verdienen Verbraucher sogar Geld, wenn sie den Strom nicht ins Netz einspeisen, sondern selbst verbrauchen.

Berlin - Die eigene Solaranlage auf dem Dach wird laut Stiftung Warentest immer lukrativer. Die Anlagen werden billiger, und Hausbesitzer haben ihren Strom noch nie so gut vergütet bekommen, berichtete die Stiftung Warentest am Dienstag in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest". Hauseigentümer können demnach auch in den aktuellen Zeiten niedriger Zinsen mehr als sieben Prozent Rendite im Jahr erzielen.

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dpa

Fotovoltaik-Dachanlage: Lohnenswerte Investition für Verbraucher

Fotovoltaik-Anlagen kosten laut "Finanztest" nach einem Preisrutsch für Solarmodule derzeit zehn bis 20 Prozent weniger als Ende des vergangenen Jahres. Zudem erhielten Hauseigentümer erstmals eine Förderung für Solarstrom, den sie selbst verbrauchen. Bisher war eine Solaranlage für Hausbesitzer nur lukrativ, wenn sie den produzierten Strom in das Stromnetz einspeisten.

Solaranlagen sind seit diesem Jahr auch lukrativer geworden, weil es seit Januar neue steuerliche Regeln gibt. Außerdem fördert die Staatsbank KfW den Bau weiter durch die Vergabe günstiger Darlehen. Laut "Finanztest" kann es teils allerdings auch billiger sein, einen normalen Bankkredit aufzunehmen.

Eine Solaranlage kann sich jeder Hausbesitzer auf sein Dach bauen. Es gibt auch Anlagen für Einfamilienhäuser. Sie sind schon für etwas mehr als 15.000 Euro zu haben. Wichtiger als die Größe des Hauses ist, dass das Dach nach Süden ausgerichtet und nicht zu steil ist, sowie nicht von Bäumen überschattet wird.

Derzeit bekommt ein Hausbesitzer 43,01 Cent pro Kilowattstunde, die er in das Netz des örtlichen Stromanbieters einspeist. Die Vergütung ist 20 Jahre lang staatlich garantiert. Der Fördersatz ist doppelt so hoch wie der derzeitige durchschnittliche Strompreis. Wer seinen Solarstrom selbst verbraucht, bekommt seit diesem Jahr 25,01 Cent pro Kilowattstunde. Zusammen mit dem Vorteil, Strom nicht mehr kaufen zu müssen, ist die Variante so lukrativ wie die Einspeisung. Je weiter der Strompreis steigt, desto attraktiver ist die Variante.

Laut "Finanztest" ist der Bau einer Solaranlage noch in diesem Jahr auch interessant, weil die Fördersätze in den kommenden Jahren sinken, um jährlich jeweils etwa zehn Prozent. Wer sich also erst im kommenden Jahr die Anlage auf das Dach setzt, bekommt dann über 20 Jahre weniger für seinen Strom. Wer eine Anlage schon jetzt baut, bekommt hingegen die gesamten 20 Jahre lang die jetzt gültige Förderung.

ssu/AFP

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