EU-Kommission Offenbar Millionenstrafe für deutsche Banken geplant

Die Europäische Kommission will nach einem Bericht der "Börsen-Zeitung" gegen deutsche Banken wegen unzulässiger Absprachen bei Euro-Umtauschgebühren harte Strafen verhängen. Die Bußgelder sollen sich im zweistelligen Millionenbereich bewegen.


Euro: Die Banken sollen sich bei den Umtauschgebühren für das Eurobargeld abgesprochen haben.
REUTERS

Euro: Die Banken sollen sich bei den Umtauschgebühren für das Eurobargeld abgesprochen haben.

Frankfurt am Main - Die Strafen würden "höher ausfallen als bislang angenommen", berichtet die "Börsen-Zeitung" unter Berufung auf EU-Kreise. Unter den betroffenen Banken befinden sich laut dem Bericht die Dresdner Bank Chart zeigen, die Commerzbank Chart zeigen , die HypoVereinsbank Chart zeigen sowie die Deutsche Verkehrsbank.

Ihre Entscheidung werde die Kommission am kommenden Mittwoch bekannt geben. Zur Begründung verweise die EU-Behörde unter anderem auf die Vertrauensverluste, welche die Euro-Absprachen der Banken bei der Bevölkerung auslösen könnten.

Insgesamt habe die EU in Deutschland gegen 17 Institute Kartellverfahren eingeleitet. Bei einer Reihe von Banken, darunter die West LB, habe die Behörde die Verfahren eingestellt, nachdem sich die Banken rechtzeitig zur Sommersaison bereit erklärt hatten, die Provision für den Sorten-Umtausch spürbar zu senken.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.