Importe und Exporte Außenhandel der Eurozone zieht stark an

Der Export der Eurozone brummt - doch die Einfuhren nach Europa wachsen sogar noch schneller. Ein Grund ist Russland.

Container im Hamburger Hafen (Archivfoto)
REUTERS

Container im Hamburger Hafen (Archivfoto)


Der Außenhandel des Euroraums hat im Mai deutlich zugelegt. Die Exporte in den Rest der Welt seien im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat kräftig um 12,9 Prozent auf 189,6 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat mit.

Die Importe in der Eurozone stiegen jedoch noch stärker: um 16,4 Prozent auf 168,1 Milliarden Euro. Deshalb ist der Überschuss in der Euro-Handelsbilanz gesunken. Die Differenz zwischen Exporten und Importen hat laut Eurostat im Mai unbereinigt bei 21,4 Milliarden Euro gelegen. Das sind zwei Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor. Saisonbereinigt lag der Handelsbilanzüberschuss im Mai bei 19,7 Milliarden Euro.

EU-weit legte vor allem der Handel mit Russland zu. Trotz der Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts kletterten seit Jahresanfang die Exporte dorthin um 24,6 Prozent. Die Importe aus Russland in die EUstiegen sogar um 37,6 Prozent.

Sehr rege entwickelte sich auch der Austausch zwischen den Euroländern. Das Handelsvolumen legte um 15,3 Prozent auf 162,4 Milliarden Euro zu.

Auch in der Zeit von Januar bis Mai legten die Exporte und die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, während der Überschuss zurückging. Außerdem stieg der Handel zwischen den Euro-Ländern. Allerdings sind diese Entwicklungen in der längerfristigen Abgrenzung etwas weniger ausgeprägt als bei isolierter Betrachtung des Monats Mai.

Die Exporte Großbritanniens in Staaten außerhalb der EU sind im Mai hingegen erneut eingebrochen. Gegenüber April gab es laut Eurostat einen Rückgang um 5,4 Prozent.

asa/dpa/Reuters



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fvaderno 14.07.2017
1. Ein Teil unseres Wohlstandes ...
soll eben unter anderem auf dem Elend der Menschen auf der Krim und im Südosten der Ukraine ruhen. Geld steht eben über Allem !!! Russland ist reich an Boden schätzen und seine wirtschaftliche Produktivität ist gering. Somit wird dort viel importiert. Auf dieses Geschäft verzichten wir eben nicht! Klar, auch die Ukraine ist ein vielfach korruptes Land. Aber das ist noch lange kein Grund, dass der Despot Putin ein Recht hat, sich die gebiete dort anzueignen - aus überwiegend innenpolitischen Gründen. Zur Erinnerung: Russland hatte zu Beginn der Neunziger ein besonderes Abkommen mit der Ukraine abgeschlossen, das die territoriale Integrität der Ukraine garantieren sollte - Die Ukraine übergab ihre Nuklearwaffen an das damalige Jelzin-Land!!! Putin ist ein Lügner - er hat selbst zugegeben, dass auf der Krim russische Soldaten an der Besetzung beteiligt waren - zuvor hat er das abgestritten. Wer einmal lügt, .dem -... Und er hat schon oft gelogen! Gegenüber Oppositionellen geriert er sich als Despot. Politiker in D und der EU fordern ein Ende der Sanktionen. Hauptsache sie und sie und ihre Spießgesellen haben die Taschen voll mit Geld, egal ob es schmutziges Geld ist oder nicht. Können dies glaubhafte Politiker sein?
Schweineschnitzel0815 14.07.2017
2.
Allein mir fehlt der Glaube? Der Verbraucher bekommt hier von nichts mit. Eine Aufschlüsselung der einzelnen Länder wäre hilfreich. Warum redet den alles da von, dass ein 200 Milliarden Topf zur Ankurbelung der Wirtschaft / Infrastruktur in der Eurozone von Nöten ist? Es brummt doch ganz ordentlich. Alles ist gut. Rauf mit den Löhnen und ab durch die Decke sag ich da nur. Wer eine Abkühlung braucht, kann allerdings auch die Schuldenuhr der einzelnen EU Staaten betrachten. Frankreich, Italien und Spanien liefern sich dort ein rennen.....
nic 14.07.2017
3.
Die USA haben auch recht gute Handelsbeziehungen zu Russland. Es wäre eine Krux, wenn nur die EU diese unsinnigen Sanktionen alleine einhielte.
Kurt-C. Hose 14.07.2017
4. Naja
Das kommt halt dabei raus, wenn man recherchefrei aus Agenturmeldungen Artikel macht. Wenn der Handel mit Russland um über 20% gestiegen ist, kann das abseits der Sanktionen eine einfache Ursache haben. Das Handelsniveau ist so niedrig, dass die Preissteigerung eine solche Steigerung mit sich bringt, ohne dass die ausgetauschten Warenströme nennenswert gewachsen wären. Kann man natürlichh nur wissen, wenn man dazu recherchiert. Aber das macht halt Arbeit....
jjcamera 14.07.2017
5.
Der Hauptprofiteur der Sanktionen ist Russland. Dazu stieg das Ansehen Putins bei seiner Bevölkerung auf Rekordniveau. Alles nur Dank der Krimbesetzung.
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