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Ex-Vivendi-Chef Messier: Milliarden verspielt, Millionen erstritten

Jean-Marie Messier, der Vivendi Universal mit Milliardendeals fast in den Ruin getrieben hat, soll dafür eine Abfindung von 20,5 Millionen Euro bekommen. Das verlangt zumindest ein Schiedsgericht in New York, Vivendi will die Entscheidung anfechten.

Kämpft um den goldenen Handschlag: Ex-Vivendi-Chef Messier
AP

Kämpft um den goldenen Handschlag: Ex-Vivendi-Chef Messier

Paris - Ein Schiedsgericht in New York habe die Zahlung auf Grundlage des amerikanischen Vertrags von Messier getroffen, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Der jetzige Vivendi-Chef, Jean-René Fourtou, nannte diese Justizentscheidung "skandalös". Angesichts der Verantwortung Messiers für die sehr schwierige Finanzlage des Unternehmens sei diese Forderung "unanständig". Er werde die Zahlungsaufforderung "mit allen Mitteln und mit größter Entschiedenheit bekämpfen".

Messier hatte wegen der hohen Verschuldung des Unternehmens 2002 seinen Hut nehmen müssen. Bei seinem Rücktritt stand Vivendi Universal kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Nach Auffassung des Gerichts war die Abfindung von 20,5 Millionen Euro im amerikanischen Vertrag Messiers enthalten. Die Richter berufen sich dabei auf eine Vereinbarung, die vom Unternehmen einen Tag vor Messiers Rücktritt unterzeichnet worden war. Fourtou sagt dagegen, der Verwaltungsrat von Vivendi Universal habe diesem Vertrag nie zugestimmt.

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