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Inflation: EZB rechnet mit 800 Milliarden Euro für neue Hilfsprogramme

Die Maßnahmen der EZB im Kampf gegen die niedrige Inflation könnten ein Volumen von bis zu 800 Milliarden Euro erreichen. Von dieser Summe gehen die Zentralbanker nach SPIEGEL-Informationen aus.

EZB-Präsident Draghi: 800-Milliarden-Euro-Programme geplant Zur Großansicht
DPA

EZB-Präsident Draghi: 800-Milliarden-Euro-Programme geplant

Hamburg - Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet derzeit damit, dass ihre neuen Hilfsprogramme auf ein Volumen von bis zu 800 Milliarden Euro kommen. Diese Summe umfasse alle geplanten Maßnahmen, heißt es nach SPIEGEL-Informationen unter Notenbankern – also Aufkaufprogramme für strukturierte Wertpapiere (ABS) und Pfandbriefe sowie Finanzspritzen für Banken. EZB-Chef Mario Draghi habe die Zahl nach der Ratssitzung vergangene Woche jedoch nicht kommuniziert, weil sie noch zu unsicher sei.

Mit dem Maßnahmenpaket will Draghi die zu niedrige Inflationsrate bekämpfen. Der Aufkauf von ABS soll es Banken zudem erleichtern, neue Kredite zu vergeben. In ABS werden Kreditrisiken gebündelt. Doch die EZB will das Risiko dieser Papiere nicht vollständig übernehmen. Für riskantere Papiere sollen staatliche Institutionen Ausfallgarantien gewähren.

Diskutiert wurden in diesem Zusammenhang Einrichtungen wie die Europäische Investitionsbank oder die deutsche Staatsbank KfW. KfW-Chef Ulrich Schröder allerdings sieht die KfW "nicht in der Rolle als Garantiegeber für die risikoreichen Tranchen von europäischen ABS". Die "höchsten Risiken" jedes Landes müssten auch von den jeweiligen nationalen Institutionen aufgefangen werden. "Sonst ist das ein Schritt in Richtung Haftungsgemeinschaft", sagt Schröder.

Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.

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insgesamt 50 Beiträge
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1. Euro wohin?
stefischer 07.09.2014
Ein Kauf von ABS-Papieren und Pfandbriefen macht die EZB zur Bad Bank und zu einer autokratischen Ersatzregierung. Es sind nun alle Verträge und Gesetze im Zusammenhang mit dem Euro gebrochen. Der Euro wird langfristig dort enden wo der französchische Franc aufgehört hat.
2. Gestern waren es 500 Milliarden
Siloy 07.09.2014
heute sind es 800 Milliarden und morgen sind wir sicher noch einen Schritt weiter. Irgendwann wird dann der Tsunami kommen, genannt Inflation, denn die ganze Kohle wird ja komplett neu gedruckt.
3. Und wer bürgt dafür?
Silversurfer2000 07.09.2014
Wenn die ABS platzen - wie es in der Finanzkrise ja der Fall war, wer würde dann bürgen? Italien, Spanien, Griechenland? Wohl kaum, nur Deutschland kann das noch stemmen. D. h. Deutschland kauft jetzt de facto ABS aus windigen Quellen, um Pleitebanken in Südeuropa zu stützen. Ich kann es nicht fassen. Wieso lassen wir so etwas mit uns machen?
4. Vorkasse
genugistgenug 07.09.2014
noch geht es ja, aber es wird eng wenn Papier- Druckfarbenhersteller Vorkasse verlangen. Diese ganzen 'Maßnahmen' haben nur den Zweck, dass Zeit geschunden wird und man vor dem Aufschlag noch abzocken kann. Aber wenigstens wissen die Bürger wo ihr Geld ist...........
5. warum nicht direkt verteilen
fou81 07.09.2014
Auf den Euroraum gerechnet wären das 2400Euro für jeden Einwohner. Das Geld direkt an die Konsumenten zu verteilen würde, meiner Meinung nach, größeren Einfluss auf die Inflation haben als es am Kapitalmarkt zu platzieren.
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