Fallende Kurse Finanzkrise beutelt Multimilliardär Buffett

Der reichste Mann der Welt muss an der Börse derzeit schwere Verluste hinnehmen - dabei hatte Warren Buffett mit seiner Holding bislang besser abgeschnitten als die meisten Investoren. Dass die Zeit des Booms bald vorbei sein würde, hatte er jedoch schon geahnt.


Hamburg - "Die Party ist vorbei" - diesen Satz schrieb Multimilliardär Warren Buffett im Februar an seine Aktionäre. Das Land befinde sich in der Stagflation, eine Erholung sei vorerst nicht zu erwarten. Viel geholfen hat ihm die Weitsicht nicht. Die Finanzkrise traf Buffett mit voller Wucht.

Warren Buffett: Schwerstes Halbjahr seit 1990
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Warren Buffett: Schwerstes Halbjahr seit 1990

Die Aktie seiner Holding Berkshire Hathaway verlor seit ihrem Rekordhoch Ende 2007 fast 20 Prozent - das schwächste erstes Halbjahr seit 1990, schreibt die "Financial Times Deutschland." Vor allem Kursverluste von Finanztiteln belasteten Buffetts Portfolio-Bilanz.

Bislang war es dem Kult-Investor stets gelungen, besser abzuschneiden als direkte Rivalen und Indexfonds. Weil seine Vorhersagen stets so treffsicher waren, werden seine Aussagen zur US-Wirtschaft stets sehr beachtet. Im Schnitt hatte die Berkshire-Hathaway-Aktie Chart zeigenseit Mitte der sechziger Jahre um 21 Prozent pro Jahr zugelegt. Immerhin ist das Papier zumindest nominell derzeit die teuerste der Welt: Am Mittwoch kostete es 119.450 Dollar.

Warren Buffett leitet die Holding seit gut 40 Jahren. Laut Forbes-Liste ist er derzeit der reichste Mann der Welt. Sein Vermögen wird auf rund 62 Milliarden Dollar geschätzt.

cvk

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