Fast-Food-Kette Burger King laufen in Deutschland Gäste davon

Die Wirtschaftskrise hat die Fast-Food-Branche erreicht: Nach zunächst steigenden Umsätzen hat Burger King im März weniger Kunden in seine Filialen locken können als erwartet. Nun sollen neue Werbemaßnahmen und Spar-Menüs das Geschäft wieder ankurbeln.


New York - Die US-Schnellimbisskette Burger King leidet unter sinkenden Kundenzahlen - besonders in Deutschland. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, habe im März ein "unvorhergesehener Rückgang beim Kundenverkehr" die Geschäfte verdorben.

Burger King: "Unvorhergesehener Rückgang"

Burger King: "Unvorhergesehener Rückgang"

Burger King hat in Deutschland rund 650 Filialen. Die Gewinnmargen fielen in der Zeit von Januar bis März geringer als erwartet aus, warnte der McDonald's-Rivale. Neben dem deutschen sei besonders der mexikanische Markt betroffen.

Fast-Food-Ketten hatten zuletzt noch von der Wirtschaftskrise profitiert, da viele Verbraucher ihre Filialen teureren Restaurants vorzogen. An der Börse in New York wurden die Zahlen abgestraft: Die Burger King-Aktien verloren zeitweise mehr als 14 Prozent.

Der Konzernumsatz lag im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 (Ende Juni) bei 600 Millionen Dollar. Dies war ein minimales Plus von einem Prozent dank der 355 neuen Restaurants. Weltweit gibt es mehr als 11.800 Burger-King-Filialen.

Das Unternehmen kündigte nun an, Kunden unter anderem mit neuen Werbemaßnahmen und Spar-Menüs locken zu wollen. Für das Ende März zu Ende gegangene dritte Geschäftsquartal rechnet der Konzern mit einem Gewinn zwischen 33 und 35 Cent je Aktie. Das entspricht trotz der Kundenflaute den Markterwartungen. Burger King machte dafür vor allem niedrigere Steuersätze verantwortlich, die das Ergebnis allein um fünf Cent pro Anteilsschein angeschoben hätten.

cte/Reuters/dpa



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