Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Finanzkrise: Frankfurter Großbanken sichern ihre Liquidität

Signal an die Märkte in den Zeiten der Krise: Deutsche Bank und Commerzbank betonen, dass sie selbst bei angespannter Wirtschaftslage über genügend Geld verfügen.

Hamburg/Frankfurt am Main - "Der Bedarf an Liquidität ist bei der Deutschen Bank jeden Tag mehrfach überdeckt", sagt Hugo Bänziger, der Risikovorstand der Deutschen Bank Chart zeigen.

Bänziger hat nach eigenen Worten die Probleme kommen sehen, und vorsichtshalber den Anteil des langfristig zugesagten Kapitals deutlich erhöht. Das Kreditinstitut verfüge über "einen hohen dreistelligen Milliarden-Betrag an zentralbankfähigen Papieren", mit der es sich jederzeit Liquidität bei den Zentralbanken besorgen könne.

Zwar hatte die Deutsche Bank zum 30. Juni - neuere Zahlen sind nicht verfügbar - noch kurzfristige Finanzierungen von über 80 Milliarden Euro in den Büchern. Ein kleinerer Teil davon sind kurzfristig fällige Anleihen, sogenannte Commercial Paper, bei denen der Markt in den vergangenen Wochen nahezu zusammengebrochen ist.

Doch Bänziger sagt, dass "gute Adressen wie die Deutsche Bank, BNP Paribas, HSBC und JP Morgan weiterhin Commercial Paper plazieren können".

Auch die Commerzbank Chart zeigen betont, dass sie über ausreichend Liquidität verfügt. "Wir sind dieses Jahr und darüber hinaus für den gesamten Konzern einschließlich aller Töchter refinanziert", sagt ein Sprecher der Commerzbank. Sie sei bei der Mittelbeschaffung in den kommenden Monaten nicht mehr auf den Kapitalmarkt angewiesen.

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: