Finanzkrise Irland stützt Banken mit sieben Milliarden Euro

Irlands Geldinstitute brauchen erneut staatliche Hilfe: Die Regierung des Landes muss zwei Großbanken mit rund sieben Milliarden Euro retten. Im Gegenzug erhält der Staat Vorzugsaktien.


Dublin - Die Allied Irish Banks (AIB) und die Bank of Ireland erhalten je 3,5 Milliarden Euro vom Staat, teilte der irische Finanzminister am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Dublin mit. Im Gegenzug erhält der Staat Vorzugsaktien. Mit diesen bekommt die Regierung einen Stimmrechtsanteil von 25 Prozent bei Entscheidungen über die Besetzung des Verwaltungsrats sowie eine Jahresdividende von acht Prozent. Außerdem kann die Regierung nach fünf Jahren jeweils 25 Prozent an jeder der beiden Banken erwerben.

Außerdem haben sich die Institute verpflichtet, die Bezahlung des Top-Managements um mindestens 33 Prozent zu kürzen und Bonuszahlungen zu stoppen. Zudem sollen die Banken verstärkt Kredite an kleinere Unternehmen und erstmalige Hauskäufer vergeben. Zuletzt hatte die irische Regierung die drei größten Banken des Landes mit 5,5 Milliarden Euro gestützt.

cvk/dpa-AFX/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.