Fipronil-Skandal Giftige Eier - zwei Festnahmen in den Niederlanden

Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier greifen die niederländischen Behörden offenbar durch. Nach mehreren Hausdurchsuchungen gab es nun Festnahmen.

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Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier sind in den Niederlanden zwei Verdächtige festgenommen worden. Es handle sich um zwei Manager der Firma, die das Insektengift wahrscheinlich in Agrarbetrieben eingesetzt habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die beiden Manager wurden demnach nach einer Durchsuchung ihrer Wohnungen in der Nähe von Utrecht festgenommen. Ihnen wird eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit durch den Einsatz von Fipronil in Ställen von Legehennen vorgeworfen, außerdem der Besitz verbotener Substanzen.

Alle rund 180 niederländischen Eierproduzenten, bei denen mit Fipronil belastete Eier gefunden wurden, waren Kunden der Firma. Das für die Nutztierhaltung verbotene Fipronil wurde vor allem zur Bekämpfung der für Legehennen gefährlichen Blutlaus eingesetzt.

Zuvor hatten die Staatsanwaltschaften in den Niederlanden sowie in Belgien koordinierte Razzien in beiden Ländern bekannt gemacht. Die Untersuchung des Skandals war in Belgien bereits Anfang Juni aufgenommen worden, dort hat er nach bisherigen Erkenntnissen seinen Ursprung.

Offenbar wurde verbotenerweise ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt. Das Mittel wurde auch in zahlreichen Ställen in den Niederlanden und in einigen Fällen auch in Deutschland eingesetzt. Millionen mit Fipronil belastete Eier gelangten in den Handel.

asa/AFP/AP/dpa



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