Flaschenpost ins All: Japanische Firma verkauft Privat-Satelliten

Es mag zunächst nicht unbedingt einleuchten, warum man Liebesbriefe ins All schießen soll - doch ein japanischer Unternehmer ist überzeugt, mit diesem Service eine Marktlücke zu füllen. Betuchte Romantiker können deshalb bald ihre Schwüre per Satellit in die Erdumlaufbahn bringen.

Tokio - Der "rätselhafte und reine" Weltraum übe auf viele Menschen eine Faszination aus, erklärte Ichiro Koite, der Chef des japanischen Unternehmens Astro Research bei der Vorstellung des Projekts. Die Firma will die romantische Ader der Japaner nun nutzen. Bald sollen Gegenstände vom Brief bis zum Familienfoto per Satellit in die Erdumlaufbahn gebracht werden können.

Unternehmer Koite mit Transport-Kapsel: Vom "rätselhaften und reinen" All fasziniert
AFP

Unternehmer Koite mit Transport-Kapsel: Vom "rätselhaften und reinen" All fasziniert

100 Millionen Yen - umgerechnet rund 690.000 Euro - sollen die Kunden sich den Liebesbeweis kosten lassen. Einzige Bedingung ist, dass das Objekt in einen Aluminiumwürfel von zehn Zentimetern Seitenlänge passt. Der wird dann in einen 25 Zentimeter hohen und rund 20 Kilo schweren Privat-Satelliten eingefügt.

Derzeit verhandelt Astro Research allerdings noch mit Russland und China darüber, ob die schweren Botschaften auf deren Raketen mitgeschickt werden können. So sollen die Herzensbotschaften in einer Höhe zwischen 600 und 800 Kilometer ausgesetzt werden, dort würden sie die Erde dann 14 Mal am Tag umrunden. In den ersten zwei bis drei Jahren soll der Besitzer die Position seines Satelliten sogar per Internet oder Handy verfolgen können.

ase/AFP

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