"Forbes"-Liste Zuckerberg stürmt die Top Ten der Superreichen

11,2 Milliarden Dollar reicher als vor einem Jahr: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehört laut "Forbes" nun zu den zehn vermögendsten Menschen der Welt. Der Reichste aber ist ein alter Bekannter.

DPA

Er ist mit Abstand der jüngste unter den zehn reichsten Menschen der Welt - und derjenige mit dem höchsten Vermögenszuwachs im vergangenen Jahr: Mark Zuckerberg erobert die "Forbes"-Liste im Sturm. In dem am Dienstag veröffentlichten Milliardärsranking des US-Magazins ist der 31-jährige Facebook-Gründer von Platz 16 auf Rang sechs vorgerückt. "Forbes" schätzt sein Vermögen nun auf 44,6 Milliarden Dollar, das sind 11,2 Milliarden Dollar mehr als noch im vergangenen Jahr.

Ebenfalls um zehn Plätze nach oben - und ebenfalls erstmals in die Top Ten - ging es für Jeff Bezos, den Gründer und Chef des Onlinehändlers Amazon. Der 52-Jährige mehrte seinen Reichtum laut "Forbes" um 10,4 auf 45,2 Milliarden Dollar und ist damit noch ein bisschen vermögender als Zuckerberg.

Der Reichste unter den Superreichen bleibt aber Microsoft-Mitgründer Bill Gates. Das Vermögen des 60-Jährigen ist den "Forbes"-Schätzungen zufolge zwar um 4,2 Milliarden auf 75 Milliarden Dollar geschrumpft. Dennoch reichte es, um den Spitzenplatz in der Liste zu behaupten, die er in 17 der letzten 22 Jahre anführte.

Platz 1 - wie in 17 der vergangenen 22 Jahre -geht an Bill Gates. Der 60-jährige Microsoft-Gründer verlor zwar im Vergleich zum Vorjahr 4,2 Milliarden Dollar. Mit 75 Milliarden Dollar bleibt er aber der reichste Mensch der Welt.

Platz 2: Der "Zara"-Gründer Amancio Ortega (79) ist laut "Forbes" mit 67 Milliarden Dollar der zweitreichste Mensch der Welt.

Platz 3 der "Forbes"-Reichenliste 2016 geht an eine Investmentlegende: Warren Buffett (85) besitzt nach "Forbes"-Schätzung 60,8 Milliarden Dollar.

Auf Rang 4 zwei Ränge abgerutscht ist Carlos Helu Slim (76). Der mexikanische Telekom-Unternehmer büßte 27,1 Milliarden Dollar ein - muss sich aber nicht wirklich Sorgen machen: Er besitzt immer noch 50 Milliarden Dollar, schätzt "Forbes".

Platz 5 der "Forbes"-Reichenliste 2016: Amazon-Gründer Jeff Bezos (52). Er wurde nach "Forbes"-Schätzung um 10,4 Milliarden Dollar reicher und besitzt nun 45,2 Milliarden Dollar. Das bedeutete einen Sprung um zehn Plätze nach oben im Ranking und die Premiere in der Top Ten der Superreichen.

Noch stärker vermehren als Bezos konnte Mark Zuckerberg sein Vermögen - um 11,2 Milliarden Dollar, wie "Forbes" schätzt. Insgesamt sind es nun 44,6 Milliarden Dollar - was ihn ebenfalls um zehn Plätze nach oben schob. Mit 31 Jahren ist er mit Abstand der jüngste unter den zehn reichsten Menschen der Welt.

Platz 7 der "Forbes"-Reichenliste 2016: Oracle-Gründer Larry Ellison (71) besitzt geschätzte 43,6 Milliarden Dollar.

Platz 8 der "Forbes"-Reichenliste 2016: Michael Bloomberg (74) besitzt geschätzte 40 Milliarden Dollar.

Platz 9 der Superreichen-Liste von "Forbes" teilen sich zwei Milliardäre - die das allerdings nicht zu Rivalen machen wird. Denn es handelt sich um das US-Brüderpaar Charles Koch (80)...

...und David Koch (75). Die Koch-Brüder besitzen ein ganzes Konglomerat an Unternehmen und sind dafür bekannt, ihnen passende Bewerber der Republikaner bei Wahlkämpfen großzügig finanziell zu unterstützen. Kein Problem, jeder von ihnen besitzt von "Forbes" geschätzte 39,6 Milliarden Dollar.

Platz 11 der Superreichen-Liste von "Forbes" belegt die L'Oreal-Erbin Liliane Bettencourt. Die 93-jährige Französin besitzt von "Forbes" geschätzte 36,1 Milliarden Dollar.

Platz 12 der "Forbes"-Liste 2016 belegt Google-Gründer Lary Page (42) mit 35,2 Milliarden Dollar vor dem Google-Mitgründer...

...Sergey Brin (42) auf Rang 13 mit 34,4 Milliarden Dollar.

Rang 14 der "Forbes"-Reichenrangliste 2016 belegt der Franzose Bernard Arnault. Der 66-Jährige ist Haupteigentümer des Luxusgüterkonzerns LVMH und besitzt geschätzt 34 Milliarden Dollar.

Platz 15 bis Platz 17 wird von drei Geschwistern belegt: Den Erben des Walmart-Gründers Sam Walton. Unter ihnen derzeit der reichste: Jim Walton, 67 Jahre, geschätztes Vermögen: 33,6 Milliarden Dollar.

Platz 16: Alice Walton, 66 Jahre, geschätztes Vermögen: 32,3 Milliarden Dollar.

Platz 17: Robson Walton, 71 Jahre, geschätztes Vermögen: 31,9 Milliarden Dollar.

Auf Platz 18 der "Forbes"-Liste 2016 liegt der reichste Chinese: Wang Jianlin, geschätzte 28,7 Milliarden Dollar schwer, 61 Jahre, Immobilienmogul.

Er galt lange Zeit als reichster Mann Asiens - landet aber in der aktuellen "Forbes"-Liste zwei Ränge hinter seinem Landsmann Wang Jianlin auf Platz 20: Li Ka-Shing, 87 Jahre alt. Der Chinese herrscht über ein Konglomerat an Firmen.

Platz 21 belegen die reichsten Deutschen: Die Aldi-Süd-Erben Beate Heister und Karl Albrecht Junior mit einem von "Forbes" auf 25,9 Milliarden Dollar geschätzten Vermögen.

Auf Platz 34 landet in diesem Jahr ein anderer Aldi-Erbe, diesmal der des Nord-Reiches: Theo Albrecht Junior, 65 Jahre alt, geschätztes Vermögen: 20,3 Milliarden Dollar.

Platz 38 belegt Susanne Klatten, BMW-Erbin. Sie besitzt "Forbes" zufolge 18,5 Milliarden Dollar.

Platz 39 geht ebenfalls an einen Firmenerben aus dem Automobilbereich: Georg F. W. Schaeffler, Hauptanteilseigner der Schaeffler-Gruppe, 18,1 Milliarden Dollar Vermögen nach "Forbes"-Schätzung.

Mit 4,5 Milliarden Dollar auf Platz 324 von "Forbes" dramatisch zu arm geschätzt fühlt sich Donald Trump. Mehr als zehn Milliarden Dollar sei er schwer, ließ der 69-jährige Erbe, Immobilientycoon und aussichtsreicher Bewerber um die republikanische US-Präsidentschaftskandidatur seine Pressestelle ausrichten.

Die einmal jährlich in der Printausgabe veröffentlichte, aber online laufend aktualisierte Rangliste basiert auf Schätzungen der "Forbes"-Redaktion. Dazu werden Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien, Kunstgegenstände oder auch Luxusgüter wie Yachten bewertet. Das Magazin erhebt bei den Zahlen keinen Anspruch auf volle Genauigkeit, weil die meisten Informationen aus öffentlichen Quellen stammen und nicht alle Reichen darüber hinaus zur Zusammenarbeit bereit sind.

Mitunter kommt es zu regelrechtem Streit zwischen Superreichen und dem Magazin - prominentestes Beispiel dafür dürfte Donald Trump sein. Der New Yorker Immobilien-Tycoon, TV-Star und US-Präsidentschaftsbewerber landete mit geschätzten 4,5 Milliarden Dollar auf Platz 324 - und fühlt sich damit drastisch unterschätzt. Er gibt sein Vermögen mehr als doppelt so hoch an. Mehr als zehn Milliarden Dollar sei er schwer, ließ der 69-Jährige seine Pressestelle ausrichten. "Sie versuchen, mich so arm wie möglich zu machen", wetterte Trump. "Alles, was ich sagen kann, ist, 'Forbes' ist ein bankrottes Magazin, sie wissen nicht, wovon sie reden."

Nach Spitzenreiter Gates schob sich der spanische "Zara"-Modemagnat Amancio Ortega auf Platz zwei vor. Der 79-Jährige erhöhte sein Vermögen laut "Forbes" um 2,5 auf 67 Milliarden Dollar. Dahinter folgen mit 60,8 und 50 Milliarden Dollar der US-Starinvestor Warren Buffett und der um zwei Plätze abgerutschte mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim Helu . Beide büßten deutlich ein - mit einem Rückgang um 27,1 Milliarden war Slim der größte Verlierer unter den Superreichen, schätzt das Magazin.

Insgesamt zählte "Forbes" 1810 Milliardäre, 16 weniger als im Vorjahr. Das Vermögen, auf das es die Superreichen gemeinsam bringen, schrumpfte ebenfalls, von 7,05 auf 6,48 Billionen Dollar. Allerdings verzeichnete "Forbes" auch 198 Neumilliardäre. Mit 70 kommen die meisten davon aus China - aber auch 28 Deutsche sind neu auf der "Forbes"-Liste. Insgesamt zählt das Magazin 120 Milliardäre aus Deutschland, nur in den USA und China leben demnach mehr. Die Anzahl der Frauen im Ranking sank von 197 auf 190.

fdi/dpa

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Seite 1
zynik 01.03.2016
1. ...?
Was soll uns dieser Reichtums-Porno names Forbes-Liste eigentlich sagen? Dienen die Fantastilliarden irgendwie als bizarrer Schwanzvergleich? Dass diese Summen die weltliche Umlaufbahn schon vor Jahren verlassen habe, weiss sowieso jeder.
kzs.games 01.03.2016
2.
wahnsinn wie viel Geld man mit der passenden Idee und dem nötigen Streben und Eifer machen kann. wie aus einem studenten ein Top10-Forbes-Milliardär wird. Gratulation Zuckerberg....und jeder der was anderes behauptet, die Top50 haben das alles sich selbst verdient. davon ist keiner Erbe oder sonst was. das ist einzig und allein die beneidenswerte elite
walter_e._kurtz 01.03.2016
3. und das alles
Zitat von kzs.gameswahnsinn wie viel Geld man mit der passenden Idee und dem nötigen Streben und Eifer machen kann. wie aus einem studenten ein Top10-Forbes-Milliardär wird. Gratulation Zuckerberg....und jeder der was anderes behauptet, die Top50 haben das alles sich selbst verdient. davon ist keiner Erbe oder sonst was. das ist einzig und allein die beneidenswerte elite
im Falle Zuckerbergs mit einem sozialen Projekt, das die User nichts kostet! Der Mann ist sooo gütig!
kayakclc 01.03.2016
4. Eine Frage der Einstellungen
Drei Dinge fallen auf: (i) geerbt hat in den Top10 keiner seine Milliarden sondern hat sie durch kleverness Erarbeitet (ii) fast alle kommen aus den USA, erst Frau Liliane Bettencourt lebt vom Erbe ihres Vaters, (iii) die viele der Top 10 Leute haben ihr Geld mit moderen high-tech Firmen wie Amazon, google, Microsoft gemacht. Leider fehlt in Europa und insbesondere in der BRD ein Klima der Begeisterung für neue Ideen. Wir suchen gerne das Haar in der Suppe, das Glas ist immer halb lernt, und Leute, die eine gute Idee haben, werden entweder als potentielle Ausbeuter oder Spinner abgetan. Das gesellschaftliche Ziel vieler ist es, sich in die breite Masse einzufügen, nur kein Risiko eingehen, lieber zwei Versicherungen zu viel abschließen, Arbeitnehmer bleiben. Es fehlt die Kultur des Unternehmens, wo junge Leute sich für die Umsetzung ihrer gute Idee einsetzen, und eben auch scheitern dürfen. Die jungen Leute können immer nur so gut sein, wie die Alten es ihnen Vorleben. In großen Teilen sind wir leider zu spiesig, und von Neid auf unsere Nachbarn zerfressen und wollen jeden, der aus der Grundsicherung herausragt sofort mit einer Reichensteuer als Strafe überziehen. Daher wird in absehbarer Zeit keine Firma wie Google aus Deutschland kommen können, weil wir als Gesellschaft das nötige Wertesystem nicht mitbringen: Leistungsgerechtigkeit.
palef 01.03.2016
5. ...es ist, wie es immer war...
...ein Finanzgesetz...Geld wird nicht mehr auf dieser Welt, sondern verteilt sich. In diesen Fällen von unten nach oben! Anders geht's ja nicht. Wenn Zuckerberg also 11Milliarden mehr hat als vor einem Jahr, müssen andere 11Milliarden weniger haben! Ist nichts anderes als Adam Riese!
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