Fusionsverhandlungen Porsche und Volkswagen rüsten zum Machtkampf

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8. Teil: Bernd Osterloh - Drohgebärden vor Verhandlungsbeginn


Auf VW-Betriebsratschef Osterloh kommen schwierige Verhandlungen zu. Mögliche Stellenstreichungen muss er abwehren, die ausgehandelten Tarifbedingungen der VW-Belegschaft verteidigen.

Betriebsratchef Osterloh: "Fusion ist nur ein Weg"
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Betriebsratchef Osterloh: "Fusion ist nur ein Weg"

Entsprechend bleckt der Betriebsratschef schon jetzt die Zähne, er droht sogar damit, die Fusionsgespräche in letzter Konsequenz scheitern zu lassen. "Mit uns ist besprochen, dass der Weg zu einem integrierten Konzern völlig offen ist. Eine Fusion ist dabei nur ein Weg", sagte er.

Eine leere Drohung ist das nicht. Immerhin stellen die Arbeitnehmervertreter die Hälfte des Aufsichtsrats - und haben mit dem CDU-Landesfürsten Christian Wulff, der als zweitgrößter Anteilseigner ebenfalls im Aufsichtsrat sitzt, einen potentiellen Verbündeten.

Osterloh betonte am Mittwoch, die Belegschaft werde "keinen Weg mitgehen, der unsere deutsche Mitbestimmung, unsere internationalen Arbeitnehmervertretungen, die Schutzregelungen des VW-Gesetzes oder die Zukunftsfähigkeit des Volkswagen-Konzerns in Frage stellt."

Mit Blick auf den von hohen Schulden bedrängten Sportwagenbauer Porsche sagte er: "Wir haben keinen Druck." Der Fahrplan des Zusammenschlusses könnte so aussehen: Innerhalb von vier Wochen sollen die Vorstände beider Firmen Einzelheiten der Fusion ausarbeiten. Dann müssen Aufsichtsräte und Hauptversammlungen zustimmen.



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