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Gesundheitsreform: Krankenpflege soll noch teurer werden

Die Bundesregierung will gesetzlich Krankenversicherte in Zukunft offenbar weitaus stärker zur Kasse bitten als bisher bekannt: Patienten, die zu Hause gepflegt werden, sollen demnach ab 2004 deutlich zuzahlen. Auch die Krankengymnastik soll teurer werden.

Krankengymnastik: Patient soll künftig zehn Prozent selbst bezahlen
DDP

Krankengymnastik: Patient soll künftig zehn Prozent selbst bezahlen

Hamburg - Wie "Bild" unter Berufung auf den jüngsten Entwurf für das neue Gesundheitsreformgesetz berichtet, sollen die Haus-Patienten neben den bereits bekannten zehn Euro Gebühr pro Rezept zusätzlich auch noch zehn Prozent der regional unterschiedlichen Kassensätze für die häusliche Krankenpflege selbst bezahlen.

So müsse beispielsweise ein Alzheimer-Patient in Hamburg, dem dreimal täglich zu Hause Medikamente verabreicht werden, dafür jeden Monat 80,52 Euro zuzahlen. Bislang verlangen die Krankenkassen dafür keine gesonderte Zuzahlung.

Die zehnprozentige Patienten-Zuzahlung wolle die Bundesregierung künftig auch für Heilmittel einführen, berichtet die "Bild". Bekäme also der Patient beispielsweise eine Krankengymnastik verschrieben, müsste er sich neben der schon bekannten neuen Rezeptgebühr von zehn Euro zusätzlich mit zehn Prozent an den je nach Kasse unterschiedlichen Behandlungskosten von 130 bis 140 Euro beteiligen.

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