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Gipfel in Brüssel Regierungschefs kungeln Euro-Rettung aus

Kanzlerin Merkel: "Der wesentliche Teil der Arbeit ist geleistet"Zur Großansicht
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Kanzlerin Merkel: "Der wesentliche Teil der Arbeit ist geleistet"

"Die Grundschneise ist geschlagen": Kanzlerin Merkel zeigte sich nach einer langen Nachtsitzung ausgesprochen zufrieden mit den Ergebnissen des Brüsseler Euro-Gipfels. Der temporäre Rettungsschirm wird ausgeweitet, über die Eckpunkte einer langfristigen Lösung besteht Einigkeit.

Kanzlerin Angela Merkel hatte schon am späten Freitagnachmittag das Gefühl, dass der Gipfel länger dauern würde. "Vielleicht sehen wir uns heute noch", witzelte sie vor den Journalisten, als sie sich zum "informellen Treffen" der 17 Euro-Regierungschefs begab.

Erst rund acht Stunden später erschien sie wieder - es war bereits Samstag. Dafür konnte die Kanzlerin eine weitgehende Einigung zur Euro-Reform verkünden. Die versammelten Regierungschefs segneten nicht nur den von Merkel geforderten "Pakt für den Euro" ab, der die Wirtschaftspolitik in der EU vereinheitlichen soll.

Sie beschlossen auch die Aufstockung des temporären Rettungsfonds, so dass künftig 440 Milliarden Euro statt 250 Milliarden Euro an bilateralen Notkrediten für Problemländer zur Verfügung stehen. Und sie legten die Grundzüge des ständigen Rettungsschirms fest, der ab 2013 den temporären Rettungsschirm ablösen soll. Er soll genauso groß sein wie der jetzige Fonds und auch mit einer Mischung aus Garantien und Kapitaleinlagen finanziert werden.

Die Bundesregierung ließ sich auf eine gewisse Flexibilisierung der Fondsregeln ein: Beide Rettungsfonds sollen künftig direkt Anleihen von Euro-Staaten kaufen können. Anleihenkäufe am Sekundärmarkt - also nicht direkt vom ausgebenden Staat, sondern von Dritten wie beispielsweise der EZB - bleiben allerdings verboten.

Damit sind die Eckpunkte der neuen Euro-Architektur geklärt, die auf dem nächsten EU-Gipfel am 24. und 25. März endgültig beschlossen werden soll. Bis dahin müssen die EU-Finanzminister in mehreren Treffen noch entscheidende Details ausarbeiten. Doch die "Grundschneise", sagte Merkel, sei nun geschlagen. "Der wesentliche Teil der Arbeit ist geleistet."

Das war mehr, als so mancher von diesem Abend erwartet hatte. Obendrein erfüllte die Euro-Runde noch den Wunsch der Griechen nach einer Verbesserung ihrer Kreditkonditionen. Auch Portugal wurde für sein neuestes Sparpaket gelobt. Einzig der irische Premier Enda Kenny ging mit leeren Händen nach Hause - und er war in den Augen der Mehrheit selber schuld.

Abfuhr für die Iren

Der Streit mit den Iren war der Hauptgrund, warum der Gipfel sich hinzog. Der frischgewählte Regierungschef aus Dublin, der erst seit drei Tagen im Amt ist, musste bei seinem ersten EU-Gipfel gleich durch die Feuertaufe. Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy demonstrierten ihm, wer in Brüssel das Sagen hat. Kenny traf der volle Zorn des deutsch-französischen Duos, weil er keine Zugeständnisse bei der Unternehmensteuer machen wollte. Er habe eine "kräftige, lebhafte Diskussion" mit Sarkozy gehabt, berichtete Kenny hinterher. Teilnehmer berichteten von einem veritablen Wutanfall des Franzosen.

"Wir waren noch nicht richtig zufrieden mit dem, was Irland angeboten hat", erklärte Merkel hinterher ungerührt. Und sie betonte, dass Griechenland die gewünschte Zinssenkung bekomme, weil es sich bewegt habe. Irland hingegen nicht. Kenny habe keine konkrete Festlegung bei der Bemessungsgrundlage der Unternehmensteuer akzeptieren wollen. Merkel zeigte sich aber optimistisch, dass Kenny es sich bis zum EU-Gipfel in zwei Wochen noch einmal überlegen würde. "Ich glaube, Irland möchte die Zinssatzsenkung um hundert Basispunkte schon haben", sagte sie.

Ohne größere Probleme einigte sich die Runde hingegen auf Merkels "Pakt für den Euro". Das war nicht verwunderlich, denn er war nach wütenden Protesten der Partner bereits deutlich abgeschwächt worden. Er ist in der jetzigen Form nicht mehr als ein vages Versprechen. Er könnte wie geplant der Grundstein einer europäischen Wirtschaftsregierung werden - oder auch nicht.

Unter dem Pakt vereinbaren die 17 Euro-Länder, sich künftig in der Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik stärker abzustimmen. So sollen Schuldenkrisen wie in Griechenland und Irland vermieden werden. Man wolle "eine neue Qualität der wirtschaftspolitischen Koordinierung im Euro-Währungsgebiet" erreichen, heißt es in der Abschlusserklärung der 17.

Ob dies funktioniert, hängt allerdings davon ab, wie ernst die Regierungschefs ihre Selbstverpflichtung zu Reformen nehmen. Denn gezwungen werden können sie von den anderen nicht - der Pakt sieht keinerlei Sanktionen vor.

"Aufstoßen einer neuen Tür"

Die bisherige Erfahrung lässt Böses ahnen. Als Merkel im Februar den "Pakt für Wettbewerbsfähigkeit" zum ersten Mal ihren EU-Kollegen vorlegte, gab es wütende Proteste. Die einen wollten nicht auf ihre an die Inflation angepassten Lohnerhöhungen verzichten, die anderen nicht später in Rente gehen oder eine Schuldenbremse einführen. Typisch deutsch sei der Pakt, hieß es, und dass Europa nun mal unterschiedliche Sozialtraditionen habe.

In der Folge wurden Merkels Vorschläge in wochenlangen Konsultationen bis zur Unkenntlichkeit verwässert, bis der Pakt so unverbindlich war, dass ihm nun alle Regierungschefs zustimmen konnten. Übrig geblieben sind ein allgemeiner Appell zur Lohnzurückhaltung und zur Anhebung des Rentenalters, ein Bekenntnis zum sparsamen Haushalten und zu Arbeitsmarktreformen sowie eine Vereinheitlichung der Bemessungsgrundlage der Unternehmensteuer.

Zur Kontrolle ihrer gemeinsamen Ziele wollen die beteiligten Regierungschefs sich einmal im Jahr treffen. Diese selbsternannte Wirtschaftsregierung umfasst zunächst nur die Länder der Eurozone. Alle anderen EU-Staaten sind aber eingeladen, sich anzuschließen.

Merkel sagte, der Euro-Pakt sei "das Aufstoßen einer neuen Tür". Die Kanzlerin sieht ihn als eine Fortsetzung des Stabilitätspakts, mit dem die EU-Mitglieder zur Haushaltsdisziplin angehalten werden. Sie hatte ihn zur Bedingung für ihr Ja zu dem ständigen Euro-Rettungsschirm gemacht. Dieser schreibt ab 2013 die Haftung der Euro-Staaten füreinander fest - und damit den Wandel der EU zur Transferunion.

Beides, der Euro-Pakt und der Rettungsschirm, ist Teil des Gesamtpakets, das in zwei Wochen stehen muss. Merkel selbst hat die Parole ausgegeben, es werde entweder alles verabschiedet oder nichts. Dann wird sich zeigen, ob der Ire Kenny beirudert - oder ob er Merkel und Sarkozy zum Nachgeben zwingt. Denn ohne das irische Ja gibt es keine Euro-Reform.

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founder 10.03.2011
Was mit USA und EU passiert ist eine logische Konsequenz eines Systems, welches dem Menschen nicht in einer gesicherten Existenz leben lassen möchte, sondern immer dabei ist durch Schaffung instabiler Situationen das Maximum aus [...]
Was mit USA und EU passiert ist eine logische Konsequenz eines Systems, welches dem Menschen nicht in einer gesicherten Existenz leben lassen möchte, sondern immer dabei ist durch Schaffung instabiler Situationen das Maximum aus den Menschen heraus zu peitschen. Wie ging es den deutschen Arbeiter 1960? Voller Opimismus in die Zukunft blicken. Wie geht es den deutschen Arbeiter 2011? Voller Angst vor Arbeitslosigkeit, Wiedereinstellung als Zeitarbeiter zum halben Lohn. Was mit 50 Jahren technischen Fortschritt, imenser Produktivitätssteigerungen passiert (http://politik.pege.org/2011-leistungsgesellschaft/methoden.htm)? Den Spielchen der Leistungsgesellschaft zum Opfer gefallen. Die Leistungsgesellschaft verehrt ja nur eine einzige Gottheit, das Wirtschaftswachstum, dieser Gottheit wird alles geopfert, koste es was es wolle. Nun ist dieser destruktive Kult am Zusammenbrechen, es gibt nichts besseres was den Menschen hier passieren kann. Was kommt nach der Leistungsgesellschaft? Die Stabilitätsgesellschaft, China entwickelt sich in dieser Richtung. Der Traum der Stabilitätsgesellschaft ist das schlimmste Feindbild der Leistungsgesellschaft: "Wenn der typische Bürger 2050 sein 2030 gekauftes Elektroauto mit den Strom von seiner 2020 gekauften Photovoltaik aufladet, dann haben wir eine stabile Gesellschaft erreicht" (http://politik.pege.org/2011-leistungsgesellschaft/ideal.htm)
gnoib 10.03.2011
Traumhafte Phantasien. In China tobt der Turbo Fruehkapitalismus, der zum Wirtschaftswachstum verurteilt ist, weil sie ihren Bevoelkerungswachstum nicht in Griff kriegen. 8% ist Break Even. Obendrein brodelt es im Land und [...]
Zitat von founderWas mit USA und EU passiert ist eine logische Konsequenz eines Systems, welches dem Menschen nicht in einer gesicherten .....
Traumhafte Phantasien. In China tobt der Turbo Fruehkapitalismus, der zum Wirtschaftswachstum verurteilt ist, weil sie ihren Bevoelkerungswachstum nicht in Griff kriegen. 8% ist Break Even. Obendrein brodelt es im Land und das Regiem ist gezwungen gewaltige Resourcen zu verschwenden um den Deckel auf dem Pot zu halten. Harmonie des Maschienen Gewehrs. Nein Danke.
founder 10.03.2011
In China fährt 10% der Bevölkerung Elektroroller. Während USA+EU Bürger Unsummen für den Import von Erdöl vergeuden, welches hauptsächlich importiert werden muß, dort rollt man gemütlich mit dem Elektroroller. Dann mal auf [...]
Zitat von gnoibTraumhafte Phantasien. In China tobt der Turbo Fruehkapitalismus, der zum Wirtschaftswachstum verurteilt ist, weil sie ihren Bevoelkerungswachstum nicht in Griff kriegen. 8% ist Break Even. Obendrein brodelt es im Land und das Regiem ist gezwungen gewaltige Resourcen zu verschwenden um den Deckel auf dem Pot zu halten. Harmonie des Maschienen Gewehrs. Nein Danke.
In China fährt 10% der Bevölkerung Elektroroller. Während USA+EU Bürger Unsummen für den Import von Erdöl vergeuden, welches hauptsächlich importiert werden muß, dort rollt man gemütlich mit dem Elektroroller. Dann mal auf die Hochgeschwindigkeitsbahnen sehen, China hat in 2 Jahren mehr davon als der Rest der Welt zusammen. Mobilität mit Energie aus einheimischen Ressorucen ist ein wesentlicher Punkt Stabilität zu schaffen. Mobilität mit importierter Energie ist ein wesentlicher Punkt ein System in den Zusammenbruch zu führen. Man hat in EU+USA jahrzehnt den technischen Fortschritt aufgehalten, verzögert wo es nur gegangen ist, jetzt sehen wir die Foglen. Bezüglich Bevölkerungswachstum, perfekt reguliert mit 1,77 Kinder pro Frau, das führt wegen der steigenden Lebenserwartung zu einen geringfügigen Wachstum. Und in Deutschland? Seit Jahrzehnten hat die Wissenschaft vor der geringen Geburtenquote gewarnt, aber die Politik ignorierte das, jetzt wird nach Einwanderung gerufen.
gnoib 10.03.2011
Haste mal nen link fuer die 10%, bitte nicht deine persoehnlichen. Ich habe schon seit 10 Jahren son elektro roller, kanste bei uns im Sams Club kaufen kostet 180 US, macht 20 mph und hat ne 20 meilen reichweite. Big Deal. [...]
Zitat von founderIn China fährt 10% der Bevölkerung Elektroroller. Während USA+EU Bürger Unsummen für den Import von Erdöl vergeuden, welches hauptsächlich importiert werden muß, dort rollt man gemütlich mit dem Elektroroller. Dann mal auf die Hochgeschwindigkeitsbahnen sehen, China hat in 2 Jahren mehr davon als der Rest der Welt zusammen. Mobilität mit Energie aus einheimischen Ressorucen ist ein wesentlicher Punkt Stabilität zu schaffen. Mobilität mit importierter Energie ist ein wesentlicher Punkt ein System in den Zusammenbruch zu führen. Man hat in EU+USA jahrzehnt den technischen Fortschritt aufgehalten, verzögert wo es nur gegangen ist, jetzt sehen wir die Foglen. Bezüglich Bevölkerungswachstum, perfekt reguliert mit 1,77 Kinder pro Frau, das führt wegen der steigenden Lebenserwartung zu einen geringfügigen Wachstum. Und in Deutschland? Seit Jahrzehnten hat die Wissenschaft vor der geringen Geburtenquote gewarnt, aber die Politik ignorierte das, jetzt wird nach Einwanderung gerufen.
Haste mal nen link fuer die 10%, bitte nicht deine persoehnlichen. Ich habe schon seit 10 Jahren son elektro roller, kanste bei uns im Sams Club kaufen kostet 180 US, macht 20 mph und hat ne 20 meilen reichweite. Big Deal. Achne und wieso brauchen die mindestens 8% Wirtschafts wachstum, weil die Bevoelkerung stabiliesiert ist. Und der Verkehr in Peking oder anderen Grosstaedten ist nicht der absolute Alptraum, mit gigantischen Zuwachsraten, Fosiel betriebenen Fahrzeugen, mit einer gigantischen Luftverschmutzung. Und der Strom fuer die Zuege und Motorroller kommt aus der Steckdose. Willste mich vergageiern ?
founder 10.03.2011
Hier ener im Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/elektro-revolution-im-goetterland/3519222.html) Allein Windstrom wurden 2010 um 16,5 GW ausgebaut, das sind 33 TWh [...]
Zitat von gnoibHaste mal nen link fuer die 10%, bitte nicht deine persoehnlichen.
Hier ener im Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/elektro-revolution-im-goetterland/3519222.html) Allein Windstrom wurden 2010 um 16,5 GW ausgebaut, das sind 33 TWh Jahresertrag. Allein die 140 Mllionen Elektroroller könnte man damit 3 fach versorgen, die dürften nur um die 10 TWh brauchen. Der Ausbau von Strom aus Wasser, Wind und Sonne wird sich in den nächsten Jahren noch sehr invensivieren. Außerdem arbeitet man da schon intensiv an der Speicherung von Strom aus Sonne und Wind (Video von BYD) (http://wohnen.pege.org/2011/byt.htm)
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Wer soll den Euro retten?

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  • Die Europäische Zentralbank soll massiv Staatsanleihen aufkaufen - das treibt zwar die Inflation, kostet die Steuerzahler aber erst mal nichts.
  • Den Pleitekandidaten muss ein Teil ihrer Schulden erlassen werden. Die Hauptlast tragen dann die Finanzmärkte.
  • Die reichen Staaten sollten eine Kern-Euro-Zone gründen und die armen Länder aus der Währungsunion rausschmeißen.
  • Wieso soll man den Euro retten? Wir sollten zur D-Mark zurückkehren.

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Fahrplan zur Euro-Rettung
11. März: Treffen der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder

14. März: Treffen der Finanzminister der Euro-Länder

15. März: Treffen der Finanzminister der EU

21. März: Treffen der Finanzminister der Euro-Länder

22. März: Treffen der Finanzminister der EU

24. + 25. März: Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU
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Die EU legt ein gigantisches Hilfspaket für den Euro auf - Gesamtumfang: 750 Milliarden Euro. Aber blicken Sie bei der größten Wette der Weltgeschichte noch durch? Testen Sie Ihre Euro-Retter-Qualitäten im SPIEGEL-ONLINE-Quiz.
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