Finanzkrise in Griechenland Abgeordnete müssen Kekse und Kaffee selbst zahlen

Bei 44 Sitzungen wurden mehr als 10.000 Euro für Kaffee, Kekse und Mineralwasser ausgegeben. Damit ist jetzt Schluss: Griechische Abgeordnete müssen nach dem Willen des Parlamentspräsidenten von nun an während der Arbeit selbst für Süßes aufkommen.

Gebäck: Griechische Parlamentarier müssen selbst für Kekse aufkommen
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Gebäck: Griechische Parlamentarier müssen selbst für Kekse aufkommen


Athen - Die griechischen Abgeordneten müssen ab sofort ins eigene Portemonnaie greifen, wenn sie Kaffee und Kekse während der Parlamentsarbeit genießen wollen. Dies beschloss Parlamentspräsident Evangelos Meimarakis, wie ein Sprecher des Hauses in Athen am Donnerstag mitteilte.

Zuvor hatte man festgestellt, dass zuletzt bei 44 Sitzungen verschiedener Ausschüsse des Parlamentes gut 10.000 Euro für Kaffee, Kekse und Mineralwasser zu Lasten des Parlamentsbudgets ausgegeben worden waren.

Dies hatte viele Bürger in Griechenland empört. "Ich kann mir keinen einzigen Kaffee leisten und die (Parlamentarier) da drinnen trinken ihn wohl literweise umsonst", klagte ein arbeitsloser Passant vor dem Parlament im griechischen Fernsehen am Donnerstag. Griechenland muss wegen der schweren Finanzkrise in allen Bereichen sparen.

Zuletzt war bekannt geworden, dass griechische Steuerbeamte den Umgang mit wütenden Bürgern lernen sollen. Die Seminare werden aus einem EU-Programm finanziert und sollen den griechischen Steuerfahndern beibringen, wie sie auf die Wut ihrer Kunden reagieren können.

kha/dpa



insgesamt 24 Beiträge
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iPhoneknacker 13.03.2014
1. na das bringt's
die sollten auch ihre eigenen Kaffeetassen mitbringen und zu hause spülen. Da spart die Regierung nochmal ca. 10 ? und Griechenland ist bald saniert
aurichter 13.03.2014
2. Recht so,
da wird vom Parlamentsprimus mal ein vernünftiges Machtwort gesprochen. Man erinnere sich daran, daß die Abgeordneten sogar mit teilweise unverschämten Begründungen in kleinster Weise eine angemessene Kürzung der Diäten hinnehmen wollten. Die kleinen Leute bluten an allen Ecken und Enden und die sogenannten Volksvertreter bedienen sich zusätzlich am spärlichen Steueraufkommen. Öffentlich machen was dort von dieser Kaste noch alles zusätzlich ein gestrichen wird auf Volkes Kosten. Liederliches Schmarotzertum.
play34 13.03.2014
3. das gibt aber viele Kekse
10.000 Euro bei 44 Sitzungen macht im Schnitt rund 230 Euro pro Sitzung. Fuer Kaffee, Mineralwasser und Kekse ist das ein stolzer Betrag. Da liegt ja wohl der Hase im Pfeffer: ist ja nicht mein Geld, also rausgepfeffert was das Zeug haelt. Wenn diese Denkweise noch vorherrscht, ist Griechenland noch nicht gerettet. Insofern hilft es schon wenn den Parlamentsmitgliedern klargemacht wird, dass sie hier ueber die Straenge geschlagen haben und dass es so nicht weitergeht.
Why77 13.03.2014
4. Nicht zu vergessen...
Eigenes Klopapier , Seife , Muttis Stullenbox statt Luxushäppchen etc etc...ja tatsächlich getreu nach dem Motto "Kleinvieh macht auch Mist" da sind wir im Jahre 5069 raus aus dem Schlamassel ... Nur nicht das System in Frage Stellen...wahrscheinlich sogar 5069 nach der ersten atomaren Zerstäubung der Erde...Das ist es...!
humpalumpa 13.03.2014
5. Ich glaub ich spinn!
Das griechische Volk ist zunehmend obdachlos oder zumindest bettelarm und es ist ernsthaft eine Meldung wert, dass diese gierigen nutzlosen Bürokraten ihre Kekse selber zahlen müssen? Das ist keine Nachricht, sondern ein Schlag ins Gesicht der Bürger. Ich versteh nicht, dass sich das Volk nicht allmählich mal wehrt. Oder isses wieder unsere Schuld? Kein Cent mehr ins das Land! Ich Zahl doch diesen Unverschämten Beamten nicht ihre Guccikekse mit meinen Steuergeldern, während das Volk verreckt!
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