Angebliche Investition in der Ägäis Buffett dementiert griechischen Insel-Deal

Hat er oder hat er nicht? Warren Buffett soll nach Angaben eines italienischen Immobilienunternehmers eine griechische Insel gekauft haben. Doch jetzt gibt es Zweifel an dem Deal.

Warren Buffett (Archivbild): Ist der Traum von der griechischen Insel nur ein Märchen?
REUTERS

Warren Buffett (Archivbild): Ist der Traum von der griechischen Insel nur ein Märchen?


Die Nachricht sorgte in Griechenland für viel Aufsehen: US-Starinvestor Warren Buffett soll über den italienischen Immobilienunternehmer Alessandro Proto die griechische Insel Agios Thomas erworben haben. Ob das so stimmt - darüber gibt es nun allerdings widersprüchliche Angaben.

"Nein, Warren Buffett hat keine griechische Insel gekauft", schreibt das Nachrichtenportal Omaha.com. Der US-Zeitung "Omaha World Herald" habe Buffetts Büro gesagt, die Berichte über den Inselkauf würden nicht stimmen, so die Website. Auch die Nachrichtenagentur Reuters meldet am Dienstagabend: Buffett habe Berichte über den angeblichen Inselkauf als "frei erfunden" zurückgewiesen.

Konfrontiert mit dem US-Zeitungsartikel, behauptet Protos Unternehmen hingegen weiterhin, die Transaktion habe stattgefunden. Warren Buffett habe die Investition allein getätigt, nicht durch sein Unternehmen.

Allerdings ist es um die Glaubwürdigkeit von Alessandro Proto nicht zum Besten bestellt. Im Jahr 2013 geriet der Finanzier nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters und der italienischen Zeitung "L'Espresso" ins Visier der Ermittler - wegen eines Verdachts auf Börsenkursmanipulationen.

Auch im Rahmen anderer Immobiliendeals ist Proto bereits ins Zwielicht geraten. Laut "L'Espresso" soll sich der Immobilienunternehmer anlässlich eines Hausverkaufs in der Toskana die Geschichte ausgedacht haben, dass William und Kate in der Villa auf ihrer Hochzeitsreise übernachtet hätten - um einen besseren Preis dafür zu erzielen.

Auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE erklärte Protos Unternehmen am Dienstagabend: "Wir haben Dokumente, und wir werden sie so bald wie möglich veröffentlichen. Wir haben keine Angst, uns mit Warren Buffett anzulegen."

bos/gec/wal/Reuters

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insgesamt 27 Beiträge
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les2005 21.07.2015
1. Unglaubwürdig
Wer sich auch nur ein bisschen mit Warren Buffet beschäftigt hat, konnte diese Wendung kommen sehen. Warum sollte ein über 80jähriger, der seit Jahrzehnten im selben, einfachen Haus wohnt und auch sonst legendär bescheiden lebt, auf einmal eine griechische Insel kaufen?
westerwäller 21.07.2015
2. Zuerst verkauft der griechische Staat die Inseln ...
.. was man gleich herausfinden konnte, dass das nicht gestimmt hat ... Wurde dann in Folgeartikeln nur noch indirekt behauptet ... ... dann hat sie Buffet überhaupt nicht gekauft ... Ein Skandal, wie der Spiegel reingelegt wurde. Man kann ja nicht alles selbst recherchieren! Dafür müsste man ja stundenlang vor dem Computer sitzen oder Telefongespräche führen ... Aber Christidis vor Ort hats ja bestätigt. Und wo Rauch ist, da ist auch Feuer ...
merkel123 21.07.2015
3. Hatte mich schon gewundert,
dass ein erfolgreicher Geschaeftsmann mit Griechenland Geschaefte gemacht haben sollte. Zudem ist W. Buffett ein Philantrop und Milliardenspender, der aber gerade deswegen auf eine sinnvolle Verwendung seiner Spenden achten wird und kein Geld in GR versenken will. Dafuer gibt es ja schon die EU mit Gefolge:-)
hansulrich47 21.07.2015
4. Wer kauft eine griechische Insel?
Selbst der wildeste Aussteiger wird sich in Griechenland kaum tummeln. Ohne Grundbuch ist der Kauf hochriskant. Die Infrastruktur ist marode bis inexistent und die Preise für simple Dinge, wie Trinkwasser und Elektrizität werden durch die Decke gehen. Da müsste man schon ne Insel vor der türkischen Küste kaufen und rüberfahren zum Einkaufen. Vom Benzin bis zum Essen ist dort alles billiger. Zur Freude der Griechen.
nomade 21.07.2015
5. wieso sollte WB keine GR-Insel kaufen?
Grundstücke sind auf alle Fälle wertbeständiger als Aktien. Wenn nun diese Inseln offensichtlich zu tief bewertet sind, wäre das für WB eine prächtige Geldanlage. Vielleicht hat er noch weitere Inseln im Auge, dann wäre es ungünstig, wenn die Preise zu früh hochschnellen würden. Sollte es in naher Zukunft (2 bis 10 Jahre) zu einem allumfassenden Börsensturz kommen, verlieren Aktionäre u.U. ihr gesamtes Vermögen. Nicht so Immobilienbesitzer. Dazu kommt noch: Grund und Boden vermehrt sich nicht, aber die Menschheit und ihr Hunger nach geeignetem Land. Nochmals: Wenn WB einen Zusammenbruch der Weltwirtschaft für möglich hält, dann muss er HEIMLICH von Aktien und ähnlichen irrealen Werten auf echte Zukunftswerte umsteigen.
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