Hintergrund Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft


Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft ist eine freiwillige Einrichtung von deutschen Unternehmen. Sie will sich mit einem Betrag von fünf Milliarden Mark an der Entschädigung zwangsrekrutierter Arbeiter unter der Nazi-Diktatur beteiligen. Dabei sollen auch durch das Nazi-Regime verursachte, noch unbearbeitete Vermögensschäden reguliert werden. Die Stiftung mit Sitz in Bonn geht davon aus, dass es auf Grund von Zwangsarbeit keine Rechtsansprüche gegen deutsche Unternehmen gibt. Die Unternehmen sehen sich selbst in einer "moralischen Verantwortung" zu "humanitären" Leistungen.

Der Stiftung mit dem Namen "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" traten am Anfang 16 Großunternehmen bei. Dieser Kreis hat sich inzwischen nach Angaben des Sprechers Wolfgang Gibowski auf 26 Firmen erweitert, die offiziell und mit Namen eine Beteiligung fest zugesagt haben. Daneben gibt es laut Gibowski mittlerweile mehr als 40 weitere Firmen, die sich ebenfalls an dem Fonds beteiligen wollen.

Die 26 Unternehmen mit festen namentlichen Zusagen sind nach Angaben Gibowskis (Stand 15. Dezember): Agfa, Allianz, Altana, Bahlsen, BASF, Bayer, Bosch, BMW, Commerzbank, Continental, Daimler- Chrysler, Degussa-Hüls, Deutsche Bank, Deutz, Dresdner Bank, Höchst, Melitta, Lufthansa, Opel, Porsche, RAG, Siemens, Veba, Viag, Thyssen Krupp und Volkswagen.



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