Hoher Ölpreis United Airlines entlässt fast tausend Piloten

Immer mehr US-Unternehmen müssen wegen des steigenden Ölpreises zu drastischen Mitteln greifen. Jetzt hat die weltweit zweitgrößte Fluggesellschaft United Airlines angekündigt, fast tausend Piloten zu entlassen.


Hamburg/Chicago - Die nach Passagierkilometern zweitgrößte Fluggesellschaft muss sparen - und wirft 950 der insgesamt 6600 angestellten Piloten raus: United Airlines, eine der größten Fluglinien der Vereinigten Staaten, will im Sommer mit den Entlassungen beginnen. Die Fluglinie hatte bereits angekündigt, 1600 Stellen zu streichen, außerdem will sie im Herbst und Winter ihr Angebot reduzieren. Zusätzlich verlangt United wie die meisten amerikanischen Fluglinien auch einen Zuschlag von 15 Dollar pro Gepäckstück.

United-Airlines-Maschine: Milliardenverluste erwartet
REUTERS

United-Airlines-Maschine: Milliardenverluste erwartet

Wie auch die Konkurrenz ist die Fluglinie wegen der hohen Ölpreise in Schwierigkeiten geraten. Alle anderen großen Fluggesellschaften wie US Airways, American Airlines, Continental Chart zeigen und Delta Airlines Chart zeigen hatten bereits ähnliche Sparprogramme in die Wege geleitet.

Die hohen Spritpreise bescheren den Airlines dieses Jahr voraussichtlich Milliardenverluste. Im vergangenen Jahr waren die Preise für Kerosin auf das Doppelte angestiegen. Damit werden sich die Treibstoffkosten nach Einschätzungen von Branchenexperten in diesem Jahr auf 61 Milliarden Dollar belaufen.

Die Airlines suchen nun verzweifelt nach Auswegen, um die Krise zu bewältigen. Zuletzt kündigte Northwest Airlines an, Kapazitäten zu reduzieren und Personal abzubauen. Bis zum Jahresende will Northwest fast jeden zehnten Flug streichen.

Auch in Europa machen die hohen Treibstoffkosten den Fluggesellschaften massiv zu schaffen. Abgemildert wird dies jedoch durch den im Vergleich zum Euro schwachen Dollar. Trotzdem mussten auch in der Euro-Zone Unternehmen wie Air Berlin ihre Gewinnprognose zurücknehmen.

cvk/AP



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