Hoher Quartalsverlust BayernLB rutscht tief in die roten Zahlen

Deutschlands zweitgrößte Landesbank leidet drastisch unter der Finanzmarktkrise: Die angeschlagene BayernLB ist im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Sie machte einen Verlust von 770 Millionen Euro.


München - Die Zahlen waren erwartet worden, ein Grund zur Freude sind sie aber nicht: Abschreibungen auf riskante Wertpapiere führten zu einem Quartalsverlust von 770 Millionen Euro vor Steuern, wie die BayernLB am Mittwoch mitteilte. Die Wertberichtigungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro hatte die Bayerische Landesbank bereits im April bekannt gegeben.

Eingang der BayernLB: Riskante Papiere haben ein Loch von 4,3 Milliarden Euro gerissen
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Eingang der BayernLB: Riskante Papiere haben ein Loch von 4,3 Milliarden Euro gerissen

Im operativen Geschäft sei die Landesbank dagegen gut gestartet, sagte der neue Vorstandschef Michael Kemmer in München. Mit der Zusage des Freistaats Bayern und der bayerischen Sparkassen, mit 4,8 Milliarden Euro für die wackligen Wertpapiere zu bürgen, könne sich die Landesbank jetzt wieder auf das operative Geschäft konzentrieren.

Seit vergangenem Sommer hatten die riskanten Papiere ein Loch von insgesamt 4,3 Milliarden Euro in die Bilanz der BayernLB gerissen. Davon wurden 1,1 Milliarden Euro als Wertberichtigungen im ersten Quartal verbucht. Das machte die kräftigen Zuwächse bei Zins- und Provisionsüberschüssen nach der Übernahme der österreichischen Hypo-Alpe-Adria-Bank zunichte: Die Bank schloss mit einem Verlust von 770 Millionen Euro vor Steuern ab. Schon im vergangenen Jahr hatte die zweitgrößte Landesbank wegen der hohen Abschreibungen nur noch einen kleinen Gewinn von 175 Millionen Euro gemacht.

"Mit dieser Zäsur richten wir den Blick nach vorne. Unsere Voraussetzungen zum Durchstarten sind gut", sagte Kemmer. Das operative Kundengeschäft liege im Plan, das bereinigte operative Ergebnis von 343 Millionen Euro sei zufriedenstellend, sagte der BayernLB-Chef und kündigte eine Marktoffensive an.

sam/AP/ddp

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