Hamburg - Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Roland Berger hatte Holtzbrinck den strategischen und finanziellen Sinn seiner Geschäfte in Osteuropa überprüft. Nun steht die Entscheidung fest: Die Beteiligungen sollen verkauft werden. Dazu gehören etwa die Anteile an dem gemeinsam mit einem ukrainischen Partner gegründeten Ekonomika-Verlag in Kiew sowie Verlagsanteile in Tschechien und der Slowakei. Die Beteiligung in Bulgarien wurde bereits veräußert.
Noch 2006 hatte die Verlagsgruppe Handelsblatt die Expansion in Osteuropa zum strategischen Ziel erklärt. "Wir wollen in Osteuropa weiter wachsen und sind dort massiv unterwegs", hatte der damalige Geschäftsführer Harald Müsse erklärt. Nun kommt Holtzbrinck zu dem Ergebnis, der Verlag sei in Osteuropa zu spät eingestiegen und zu klein im Vergleich zu Konkurrenten wie der "WAZ" oder dem Schweizer Ringier-Verlag. Stattdessen will der Verlag das Geld nun in seine deutschen Blätter und den Fachverlag investieren.
Isabell Hülsen
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