HypoVereinsbank 8000 Stellen auf der Kippe

Das Münchener Geldhaus hat sich ein radikales Kostensenkungsprogramm verordnet. Mehr als zehn Prozent aller Stellen sollen offenbar gestrichen werden - rund die Hälfte davon in Deutschland.


HypoVereinsbank-Zentrale in München
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HypoVereinsbank-Zentrale in München

München/Hamburg - Der Vorstand der HypoVereinsbank Chart zeigen will bis zum Jahr 2003 rund 8000 Stellen streichen, erfuhr manager-magazin.de aus Kreisen des Top-Managements. Die internen Vorstandspläne gehen damit weit über die am Dienstag genannte Zahl hinaus. Das Geldinstitut hatte bekanntgeben, dass im kommenden Jahr etwa 500 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Im Rahmen der gerade beschlossenen Umstrukturierung sollen im Privatkundengeschäft allein in Deutschland gut 3000 Planstellen wegfallen. Weitere 1000 Arbeitsplätze werden im inländischen Hypothekengeschäft gestrichen, etliche hundert in anderen Geschäftsfeldern und in der Verwaltung.

Umstrukturierungen bei ausländischen Tochtergesellschaften, vor allem in Polen und Österreich, sowie bei Niederlassungen in Asien sollen mehr als 3000 Arbeitsplätze sparen.

Die HypoVereinsbank reagiert mit dieser Maßnahme auf die enttäuschenden Ergebnisse im Verlauf dieses Jahres, vor allem im Geschäft mit den Privatkunden. Die zweitgrößte deutsche Bank beschäftigt weltweit rund 72.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2000 betrug die Bilanzsumme 716,5 Milliarden Euro.

Arno Balzer, manager-magazin.de



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