IKB-Bank Ex-Vorstände erhalten Prämie trotz Krise

Sie haben gewaltige Summen durch Fehlspekulationen verspielt, noch immer kämpft die IKB um ihre Existenz. Trotzdem müssen die Ex-Vorstände des Düsseldorfer Bankhauses nicht für die Verluste haften – sie kassieren sogar noch eine Prämie.


Düsseldorf – Die Verträge dürften die Diskussion um exorbitante Managergehälter zusätzlich anheizen. Denn die geschassten IKB-Vorstände scheinen sich auch für den Ernstfall gut abgesichert zu haben. Bis zum Ende des Jahres erhalten sie nicht nur ihr Gehalt von der Bank, berichtete die "Zeit" unter Berufung auf Kreise des Aufsichtsrats. Darüber hinaus erhielten sie für das im März geendete Geschäftsjahr 2006/2007 neben ihren Festgehältern sogar hohe Erfolgs-Boni.

IKB-Zentrale in Düsseldorf: Haftpflichtversicherung für die Manager wider die Empfehlungen
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IKB-Zentrale in Düsseldorf: Haftpflichtversicherung für die Manager wider die Empfehlungen

Der Aufsichtsrat unter Vorsitz des früheren E.on-Chefs Ulrich Hartmann sehe nach einer rechtlichen Prüfung keine Möglichkeit, das Geld zurückzufordern. Im Falle von Bankchef Stefan Ortseifen handele es sich um eine Million Euro.

Die früheren Vorstände müssten sich auch nicht vor Schadensersatzansprüchen fürchten. Die Bank habe für sie eine Manager- Haftpflichtversicherung abgeschlossen und sich dabei nicht an die Empfehlungen der Regierungskommission für gute Unternehmensführung (Corporate Governance) gehalten. Diese Regeln sähen vor, dass bei solchen Versicherungen ein angemessener Selbstbehalt für die Manager vereinbart werden soll. Die Vorstände müssten dann für einen Teil der von ihnen angerichteten Schäden selbst aufkommen. Bei der IKB hätten sich die Verantwortlichen für eine Versicherung ohne jede Eigenbeteiligung entschieden.

mik/dpa



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