Infineon Neuer Start für den Ex

Der frühere Infineon-Chef Ulrich Schumacher, 46, will nach seinem endgültigen Ausscheiden aus dem Konzern zur Jahreswende zügig einen neuen Job antreten - trotz einer Millionenzahlung, auf die sich seine Anwälte und das dreiköpfige Aufsichtsratspräsidium kurz vor Weihnachten einigten.


Schumacher
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Hamburg - Angebote hat der langjährige Siemens-Manager, der Ende März 2004 nach einem Zerwürfnis mit seinen Vorstandskollegen zum Rücktritt gedrängt wurde, nach Informationen des SPIEGEL genug, darunter auch von einem namhaften US-Finanzinvestor. Doch bisher musste Schumacher die Anwerber vertrösten, weil sich das Infineon-Kontrollgremium nicht auf die Höhe seiner ausstehenden Bezüge einigen konnte und der Ex-Boss deshalb noch immer auf der Gehaltsliste stand.

Nach Darstellung von Ex-Infineon-Managern hätte Schumacher inklusive aller variablen Boni bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit 2007 ein höherer zweistelliger Millionenbetrag zugestanden. Doch die volle Auszahlung der Summe stieß im Aufsichtsrat auf erheblichen Widerstand und wurde von Schumacher ohnehin nicht gefordert. Wie ein Mitglied des Kontrollgremiums bestätigt, einigte man sich nun auf einen "einstelligen Betrag, der über fünf, aber deutlich unter zehn Millionen Euro" liegt.



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