Insolvenzantrag Werner bröselt das Geld weg

Die Macher der Comic-Kultfigur Werner mussten die weiße Fahne hissen. Wegen schlechter Geschäfte stellte die Achterbahn AG Insolvenzantrag.


Volles Röa in die Krise: Werner auf der "Satten Literschüssel"
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Volles Röa in die Krise: Werner auf der "Satten Literschüssel"

Kiel – Nach Angaben der Firmenleitung war der Antrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit zwar notwendig, man sehe jedoch die Chance, die Geschäftstätigkeit aus dem Insolvenzverfahren heraus fortzuführen. Die Zahlung der Löhne und Gehälter ist nach Angaben von Allein-Vorstand Jens Nieswand noch bis Ende des Jahres gewährleistet.

Kult-Vater: Werner-Zeichner Feldmann
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Kult-Vater: Werner-Zeichner Feldmann

Die Achterbahn AG Chart zeigen ist Produzent und Vermarkter von Comic-Filmen, Büchern und anderen Comic-Produkten. Neben Werner gehören auch Harry Potter-Tassen und die Ottifanten zur den Umsatzbringern des Unternehmens. Während der Harry-Potter-Euphorie im vergangenen Jahr war die Achterbahn-Aktie noch bis auf 28 Euro in die Höhe geschossen. Seitdem bewegte sich das Papier immer mehr in Richtung Penny-Stock. Bereits im August hieß es, das Geschäftsjahr 2001 sei nicht zufrieden stellend verlaufen, was die Talfahrt beschleunigte. Am Mittwoch fiel der Kurs nochmals um mehr als 70 Prozent auf nunmehr 0,46 Euro.

Achterbahn wurde 1991 als Verlag gegründet, vier Jahre später wurden die verschiedenen Aktivitäten in einer Aktiengesellschaft zusammengefasst, 1997 ging die Achterbahn AG an die Börse. Gründer waren der Comic-Zeichner und Werner-Erfinder Rötger "Brösel" Feldmann und Nieswand. Am Firmensitz in Kiel sind noch rund 80 Mitarbeiter beschäftigt.



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