Insolvenzverfahren AgfaPhoto ist pleite

Der Foto- und Filmhersteller Agfa steht vor dem Aus. Das Unternehmen stellte heute überraschend Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.


Mitarbeiter von Agfa bei der Produktion: 1800 Jobs in Gefahr
DPA

Mitarbeiter von Agfa bei der Produktion: 1800 Jobs in Gefahr

Leverkusen - Die negative Entwicklung sei so nicht absehbar gewesen, sagte ein Unternehmenssprecher. Die bundesweit mehr als 1800 Beschäftigten hätten gestern eine erste Information der Geschäftsführung per Intranet erhalten.

Die Produktion von AgfaPhoto lief nach Unternehmensangaben zunächst weiter. Das ist nach Auffassung des Betriebsrates eine Voraussetzung für den Erhalt der Arbeitsplätze. "Wir sind von dem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens überrascht worden", sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von AgfaPhoto, Bernhard Dykstra.

Das Kölner Amtsgericht eröffnete heute ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Von den gut 1800 Beschäftigten in Deutschland sind 870 am Firmensitz in Leverkusen beschäftigt. Produziert wird zudem in Vaihingen an der Enz bei Stuttgart, Windhagen, München und Peiting.

Der belgische Agfa-Gaevert-Konzern hatte am 1. November den Bereich Filme- und Fotopapier an eine Gruppe deutscher und amerikanischer Investoren verkauft. Daraus ging die AgfaPhoto GmbH hervor, die zu 55 Prozent der Nanno Beteiligungsholding um den Geschäftsmann Hartmut Emans gehört.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.