Vorstoß vom Innenministerium De Maizière will Flüchtlinge schneller integrieren

Weil viele Flüchtlinge aufgrund der politischen Situation in ihren Heimatländern in Deutschland bleiben werden, will Innenminister de Maizière ihre Integration beschleunigen. Unterstützung bekommt er dabei nach Informationen des SPIEGEL von der Bundesagentur für Arbeit.

Deutschunterricht für Asylbewerber: Schon früh mit der Integration beginnen
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Deutschunterricht für Asylbewerber: Schon früh mit der Integration beginnen


Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will Flüchtlinge, die gute Chancen auf Asyl haben, schon vor ihrer Anerkennung für Integrationskurse zulassen. Das sagte er jüngst auf einer Konferenz im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg. Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.

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Heft 19/2015
BND und Bundesregierung gegen deutsche Interessen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wird das freuen. Es drohe "ein Vielfaches an Folgekosten, wenn die Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft nicht gelingt", warnt die Behörde nach SPIEGEL-Informationen in einem Papier, das sie kommenden Freitag beim Bund-Länder-Gipfel zur Flüchtlingspolitik im Bundeskanzleramt vortragen wird. Darin plädiert sie dafür, Asylbewerber und Flüchtlinge möglichst schnell in Ausbildung und Arbeit zu bringen.

Aufgrund der politischen Situation in den Heimatländern sei bei vielen Flüchtlingen die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie hier bleiben, argumentiert die BA. Entscheidend für die Eingliederung in Ausbildung und Beschäftigung sei der Erwerb von Deutschkenntnissen. Dies erfordere zusätzliche Steuermittel. Würden diese sinnvollen Investitionen nicht getätigt, so die BA, "sind weitere Instrumente wie Förderung der beruflichen Weiterbildung zwecklos".

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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Seite 1
Atheist_Crusader 01.05.2015
1.
Schön, dass ich mal Jemand den offensichtlichen Fakten stellt. Die meisten Länder aus denen Flüchtlinge zu uns kommen haben ganz einfach keine Perspektive, in nächster Zeit irgendwie ein besserer Ort zum Leben zu werden. Auch dann nicht, wenn der Grund eigentlich temporär ist, wie etwa im Fall Syrien. Manche Länder werden auch in fünfzig Jahren noch die gleichen Drecklöcher sein wie heute. Von daher sollte man Flüchtlinge - von Sonderfällen abgesehen - behandeln wie Migranten: davon ausgehen, dass sie bleiben. Und entsprechend hier eingliedern. Ob und wie viele man da aufnehmen sollte, steht noch einmal auf einem völlig anderen Blatt. Es darf auch weiterhin bezweifelt werden, wie gut die sich hier einpassen werden. Wer wirklich die Wahl hat, sucht sich natürlich ein Land, mit dem ihn irgendwas verbindet. Wo er die Kultur kennt, die Leute, etc. Deswegen sind die meisten Menschen die zwischen Ländern der ersten Welt wechseln zumindest grundlegende integriert (dass die Erste Welt vor allem aus dem Westen besteht, wird da allerdings auch nicht schaden). Jemand der allerdings tatsächlich vor dem Krieg flieht oder auch nur keine Lust auf Armut hat, dem fehlt diese Verbindung oft. Gerade deshalb ist es wichtig, sicherzustellen, dass er auch tatsächlich in seiner neuen Heimat ankommt. Und sie nicht behandelt wie 'archetypischer failed state #37', nur eben mit mehr Geld. Und wer das nicht schafft, sollte halt auf schnellstem Weg wieder zurück in seine Heimat geschickt werden. Hier leben zu dürfen ist ein Privileg. Wer sich dem nicht als würdig erweist, sollte zur Seite treten (oder geschoben werden) um anderen eine Chance zu geben. Lieber zehn Migranten die Deutsche sein WOLLEN, als ein Deutscher aus "natürlicher Aufzucht", der es NICHT sein will.
Saturn48 01.05.2015
2. Ich kann
das ganze Geschwätz von unseren Politikern nicht mehr hören von Integration und Fachkräftemangel und so weiter und so weiter. Es ist schlimm genug fliehen zu müssen und " Flüchtling" zu sein. Auserfrage steht auch Flüchtlingen zu helfen. Außer markigen Worten habe ich wie schon beschrieben habe ich aber nicht gehört noch ein Programm gesehen welche diese Problem irgendwie lösen zu können. So wie es jetzt ist kommen immer mehr und letztlich verlangt der Staat dass sich die Bürger der Situation annehmen. Hat sich jemals jemand von unseren Politikern gefragt was diese Menschen eigentlich arbeiten können ???? es ist Einfach zu sagen da kommen jede Menge Hochqualifizierte und es ist eine Chance für uns . Das ist der falsche Weg es muss mit allen Mitteln erwirkt werden dass die Menschen in ihren Heimat Ländern ein erträgliches Leben führen können. Bei uns das sage ich können sie das bestimmt nicht. Damit sie es können fällt ihnen dann schon was ein. In wenigen Jahren werden wir dann ein richtiges Problem haben weil einige Leute mehr als gepennt haben.
stoffi 01.05.2015
3. Schönrederei
Wo sollen denn die vielen Arbeitsstellen herkommen? will man jetzt extra welche backen? Haben wir nicht selber eine Masse an Menschen, die händeringend einen Arbeitsplatz suchen? Müssen nicht jetzt schon viele mehrere Jobs annehmen um über die Runden zu kommen ? Was ist mit den vielen Armen die vom Existenzminimum leben und von denen viele ohne die Tafeln hungern müssten? Immer mehr Firmen wandern ins Ausland ab und kleinere Betriebe können nicht mehr überleben, was wieder neue Arbeitslose schafft. Wie lange wird es dauern, bis jemand aus einer anderen Kultur und Sprache hier soweit zurecht kommt, das er sich selber versorgen kann. Von heute auf morgen geht das nicht und es kommen täglich mehr Menschen. Sicher sind schon einige dabei, die so gebildet sind, das sie sofort arbeiten könnten. Aber werden auch gerade in diesem Bereich neue Kräfte gesucht? Hat sich schon mal einer darüber Gedanken gemacht, was es in der Bevölkerung auslösen könnte, wenn tatsächlich diese Menschen Arbeit bekämen und die Deutschen würden übergangen? Der innere Friede hängt doch schon längst an einem seidenen Faden.
derfreiheitliche 01.05.2015
4. Rente
Die Rente ab 35 sollte Steuer finanziert sein und 70% des letzten Bruttogehaltes betragen. Dann können wir auch alle Fachkräfte aufnehmen. Die Staatsschulden bezahlt die EZB.
Inselbewohner, 01.05.2015
5. #1 Heute, 19:49 von Atheist_Crusader
Im Großen und Ganzen stimme ich ihnen zu wie so oft. Nur was machen wir mit den Menschen die wir ausbilden, sie unsere Sprache lehren, unsere Kultur versuchen näher zu bringen. Nehmen wir an die meißten strengen sich an, bemühen sich und schaffen auch diese ganzen Bildungsmaßnahmen. Dann stehen sie da und fragen sich: Warum hab ich mich angestrengt wenn es sowieso keine Arbeit gibt? Was soll ich tun wenn niemand mich und meine Leistungsbereitschaft will? Klar, sie werden mit HartzIV besser leben als in ihrem Herkunftsland aber wird es sie befriedigen? Wer wird ihnen beibringen, dass wir eben nicht das Land ihrer Träume sind sondern hier ein beinharter Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt herrscht? Ich bin auch dafür Menschen eine Chance zu geben und die die bereit sind diese zu nutzen zu unterstützen. Nur mir fällt in diesem Zusammenhang ein Satz ein: Du hast keine Chance also nutze sie! Ich habe das blöde Gefühl man will diese Menschen in der Statistik verstecken in dem man sie in Bildungsmaßnahmen steckt und so sind sie wenigsten dort nicht wahrnehmbar. Wie andere Menschen auch die so aus der Statistik als Arbeitsloser verschwinden. Die traurige Wahrheit ist, so meine Überzeugung, die meißten derer die zu uns kommen werden hier keine Zukunft als selbstbestimmende Menschen haben, sie werden sich in die Reihe derer einreihen müssen die die Gesellschaft schon längst abgehängt hat. Gruß HP
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