Staatsanwaltschaft Koblenz Johann Lafer wird der Steuerhinterziehung verdächtigt 

Johann Lafer im Visier der Justiz: Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen den Sternekoch wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Die Behörde will nun dessen Unterlagen und elektronische Dateien auswerten.

DPA

Koblenz - Razzia in Rheinland-Pfalz: Am Montag durchsuchten rund 45 Beamte Johann Lafers Restaurant auf der Stromburg und seine Kochschule Table d'Or im Örtchen Guldental, wie am Dienstag bekannt wurde. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen den Österreicher wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung.

Nun will die Behörde dessen Unterlagen und elektronische Dateien auswerten. Unter anderem besteht der Verdacht auf Hinterziehung von Lohnsteuer. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Ermittlungen auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE.

Der Anwalt von Lafer teilte mit, sein Mandant werde sich während eines laufenden Verfahrens nicht äußern. Eine frühere Mitarbeiterin habe Strafanzeige gestellt, erklärte er.

"Mein Mandant und seine Anwälte, die ihn in dieser Angelegenheit vertreten, haben kooperativ sämtliche relevanten Unterlagen freiwillig herausgegeben", fügte der Anwalt hinzu. "Sie werden auch weiterhin mit den Behörden zusammenarbeiten, um die verbleibenden Vorwürfe vollständig aufzuklären."

Er wies darauf hin, dass eine Zivilklage der Ex-Mitarbeiterin - einer Haushälterin - gerichtlich abgewiesen worden sei. "Sollte sich dennoch eine Unregelmäßigkeit ergeben, wird diese unverzüglich im Nachgang korrigiert." Dem Anwalt zufolge entspreche die Durchsuchung dem normalen Ablauf in einem Ermittlungsverfahren.

Zunächst hatte die "Rhein-Zeitung" über die Fahndungen berichtet. Dem Blatt zufolge nahmen die Beamten der Bundesfinanzverwaltung und der Staatsanwaltschaft kistenweise Akten und mindestens einen Computer mit. Gegen Lafer soll auch ermittelt werden, weil er der Hinterziehung von Sozialabgaben verdächtigt wird.

bos/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 117 Beiträge
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deus-Lo-vult 02.09.2014
1.
Vlt sollten die Finanzämter einmal verstärkt ALLE Besserverdiener unter die Lupe nehmen. Es scheint ja keinen mehr zu geben, der den Hals nicht voll genug bekommt und kriminelle Energie entwickelt.
melnibone 02.09.2014
2. Und wieder Freude.
Wenigstens auf die Finanzbeamten ist Verlass.
leon2680 02.09.2014
3. Finanzamt
Lafer ist bekannt für seine Dessert, dabei ist er sehr großzügig mit Butter. Nun fühlt sich das Finanzamt vom Lafer unterbuttert . Ich würde Herrn Lafer empfehlen mehr Kaiserschmarrn an den Fiskus zu liefern.
shine2 02.09.2014
4. Sein Anwalt?
Dachte immer bei diesen Damen oder Herren geht der Trend zu mindestens 3 Anwälten? Aber egal...wer so gut kocht und sich löblich darstellt, kann nicht pöse sein. MfG Shine
sabrina74 02.09.2014
5. Vielleicht ...
... gehören solche Vorgänge aber auch erst dann der Presse zugespielt, wenn sich der Verdacht bestätigt hat? Welche Finanzbeamten kassieren denn da nebenbei und vielleicht noch unversteuert für Vorabinformationen?
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