Köln/Bielefeld - Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff wehrt sich gegen eine Klage seines ehemaligen Vermögensverwalters. Der Immobilienentwickler Josef Esch habe ihn vor dem Bielefelder Landgericht auf die Zahlung von insgesamt rund zwei Millionen Euro verklagt, bestätigte Middelhoffs Anwalt Winfried Holtermüller am Freitag. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" über die Klage berichtet.
Bei der Klage geht es um die Frage, ob Middelhoff den Pachtzins für eine Luxusyacht vom Typ Mangusta 108 tragen muss - einschließlich Liegegebühren und Crew sowie Flugkosten. Laut Schätzungen kostet der Unterhalt einer solchen 4000-PS-Yacht 700.000 Euro pro Jahr.
Middelhoff weise die Forderung von Esch zurück, sagte sein Anwalt. "Er hat den Nutzungsvertrag für die Yacht wirksam gekündigt." Wann der Prozess in Bielefeld beginnt, steht nach Angaben eines Gerichtssprechers noch nicht fest.
Am kommenden Mittwoch wird vor dem Landgericht Essen der Prozess fortgesetzt, in dem der Arcandor-Insolvenzverwalter 175 Millionen Euro Schadensersatz von Middelhoff und dessen früheren Vorstandskollegen verlangt. Middelhoff hatte als Vorstandschef des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzerns 2005 Immobilien des Unternehmens verkauft. Nach Auffassung des Insolvenzverwalters hat er dem Konzern dadurch finanziellen Schaden zugefügt. Middelhoff weist die Vorwürfe zurück.
cte/dpa
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