Jüngstes Gerücht: Apple könnte Film-Downloads anbieten

Nach dem großen Erfolg des iTunes-Music-Store denkt der Computerhersteller Apple möglicherweise darüber nach, auch Filme über das Internet zum Download anzubieten. Zumindest meint die "Berliner Zeitung", das aus den Äußerungen eines hochrangigen Managers herausgelesen zu haben.

Computerverkäufer, Marketingprofi, Trickfilm-Spezialist und neuerdings Download-König: Steve Jobs
DPA

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Berlin - Apples Europa-Manager Pascal Cagni sagte in einem Gespräch mit dem Blatt auf die Frage, ob sein Unternehmen eines Tages einen Internet-Verkaufsladen auch für Filme anbieten werde: "Das kann ich ihnen nicht sagen. Das ist aber sicherlich eine gute Idee."

Cagni habe zudem die Bedeutung des kürzlich in den USA gestarteten Online-Musik-Ladens für Apple Chart zeigen unterstrichen: "Der iTunes Music Store ist entscheidend für unsere Strategie und bereits jetzt ein immenser Erfolg." Bisher hat der Computerhersteller über den Download-Service über fünf Millionen Lieder verkauft. Der Music Store ist zurzeit lediglich US-amerikanischen Mac-Benutzern zugänglich.

Grundsätzlich würde ein Verkauf von Filmen nach dem von der Kundschaft begeistert angenommenen Download-Modell für Musik Sinn machen. Apple-Chef Steve Jobs gilt zudem als sehr Hollywood affin: Er ist nebenbei auch noch CEO bei der Trickfilmfirma Pixar Chart zeigen, die zahlreiche Streifen (Bug's Life, Toy Story) für Walt Disney Chart zeigen produziert hat.

Technische Probleme

Pixar-Film "Finding Nemo": Der Download dauert Stunden und bringt die Festplatte zum Bersten
REUTERS

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Die Sache hat nur ein paar Pferdefüße. Erstens dauert ein Filmdownload bei den bisherigen Bandbreiten so lange, dass es mehr Sinn macht, zu Fuß zur Videothek zu gehen. Außerdem müssten für einen erfolgreichen Filmstore erst einmal ausreichend viele Benutzer mit DVD-Brennern ausgestattet sein - es wird aber wohl noch ein paar Jahre dauern, bis die ähnlich verbreitet sind, wie CD-Brenner.

Cagni habe sich zudem davon überzeugt gezeigt, dass Apple den Trend fallender Marktanteile (derzeit weltweit 2,5 Prozent) stoppen könne. Man habe mit dem G5 nicht nur kürzlich den weltweit leistungsfähigsten PC vorgestellt, sondern auch "den Umsatzanteil, der in Forschung und Entwicklung gesteckt wird", binnen der vergangenen fünf Jahre von fünf auf acht Prozent erhöht.

Mit dem Hardware- und Softwarehersteller IBM Chart zeigen verfüge man zudem über einen "technischen Giganten" als Partner. Zudem sei Apple im Besitz von 4,5 Milliarden Dollar Barreserven sowie einer der "Top-Marken der Welt". "Wir haben also alles beieinander, um kräftig zu wachsen", sagte Cagni.

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