Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

WikiLeaks-Sprecher Assange: "USA versuchen mit TTIP ihre Vorherrschaft zu sichern"

WikiLeaks-Sprecher Julian Assange kritisiert im SPIEGEL das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Es sei ein Machtinstrument der Vereinigten Staaten.

WikiLeaks-Sprecher Julian Assange: "Die USA versuchen, eine Festung zu bauen" Zur Großansicht
REUTERS

WikiLeaks-Sprecher Julian Assange: "Die USA versuchen, eine Festung zu bauen"

WikiLeaks-Sprecher Julian Assange sieht in dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP einen Versuch der USA, die geopolitischen Machtverhältnisse zu verschieben. "Die Abkommen folgen einem groß angelegten strategischen und ideologische Ansatz, der eine neue ökonomische und rechtliche Aufteilung der Welt schaffen soll, in dessen Zentrum die USA und ihre Verbündeten stehen", sagte Assange im Interview mit dem SPIEGEL. "Die USA versuchen, eine Festung zu bauen, um ihre Vormachtstellung zu sichern."

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte am vergangenen Dienstag eine Fundraising-Kampagne gestartet, über die 100.000 Euro gesammelt werden sollen. Mit dem Geld sollen potenzielle Informanten bezahlt werden, die Papiere aus den geheimen Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) liefern. Das Abkommen wird derzeit zwischen den USA und der Europäischen Union ausgehandelt.

Gleichzeitig zu TTIP verhandelt die USA noch zwei weitere große Abkommen, das Dienstleistungsabkommen TiSA und das Handelsabkommen mit Pazifik-Anrainerstaaten TPP (Trans-Pacific Partnership).


Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 267 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Das hat intwischen jeder gemerkt.
kritischer-spiegelleser 14.08.2015
Nur interessiert das eben die Verhandlungspartner der EU nicht. Die sind schließlich nur ihrer Lobby verpflichtet!
2. da hat er wohl Recht,
KlausEiner 14.08.2015
aber das Schafsvolkinteressiert's ja eh' nicht. Hauptsache Schnitzel und Bier sind billig und im TV kommt immer was, um das Verblödungsniveau aufrecht zu erhalten.
3. Zustimmung heißt Rücktritt
ackergold 14.08.2015
TTIP ist nichts anderes als Finanzkolonialismus. Da muss man Herrn Assange Recht geben, egal ob man ihn mag oder nicht. Wer dieser Unterwerfung unter amerikanische Wirtschaftsinteressen zustimmt, der bricht seinen Amtseid und ist der Vertretung seiner Wähler nicht mehr würdig.
4. Was wäre denn die Alternative?
delano75 14.08.2015
Ich bin sehr froh über die amerikaniche Vorherrschaft. Besonders uns Europäern hat sie Freiheit und Wohlstand gebracht. Wie es bei uns im Falle einer russischen oder chinesischen Vorherrschaft aussehen würde, möchte ich mir nicht vorstellen müssen. Und auch Herr Assange sollte sich ernsthaft überlegen, in welcher Welt er leben möchte. In einer amerikanisch oder russisch geprägten Welt.
5. Globales Pyramidenspiel
nibal 14.08.2015
Da hat er ja auch Recht. Nur weil die USA jedem ihrer Verbündeten versprechen, sie würden davon auch profitieren, ziehen die alle brav mit. 3% mehr oder warens doch nur 0,3%? Völlig egal, Hauptsache mehr! Die Amerikaner bauen keine Festung, sie bauen eine Pyramide - und in einer Pyramide gibts immer nur einen Gewinner.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: